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Stefan Bradl konnte sein Glück kaum fassen: Ein Sieg im Regen von Silverstone © motorradrennen.com

Stefan Bradl ist nach seinem Sieg im Regen von Silverstone sprachlos - Bradley Smith wollte am Samstagabend eigentlich schon nach Hause fahren

Stefan Bradls Vorsprung in der Moto2-Weltmeisterschaft wird immer größer. 62 Punkte beträgt der Abstand des Kiefer-Piloten vor dem zweitplatzierten Simone Corsi, der beim verregneten Grand Prix von Großbritannien nur Zehnter wurde. Nach seinem atemberaubenden Sieg in Silverstone war Bradl (beinahe) sprachlos.

"Mir fehlen die Worte, ich habe keine Ahnung, was ich sagen soll", sagte Bradl gegenüber 'Sport1'. "Das war das stärkste Rennen in meiner Laufbahn. Ich habe in meinem Leben noch nie ein Regenrennen gewonnen - das ist ein geiles Gefühl. Ich kann nicht mehr." Und in der offiziellen Pressekonferenz fügte er an: "Das war das anstrengendste Rennen des Jahres, ich bin wirklich glücklich."

"Es war das stärkste Rennen meiner Karriere", fuhr der 21-Jährige fort. "Mir ist normalerweise ein trockenes Rennen immer lieber, aber das war atemberaubend. Ich hatte einen großartigen Start und habe dann einfach für mich selbst gepusht, der Rest war mir egal. Einfach konzentriert zu bleiben, war in diesem Rennen am schwierigsten. Ich danke meinem Team und meiner Familie - ich denke, wir können gemeinsam ein großartiges Jahr haben."

Der "Local Hero" Bradley Smith war nach seinem zweiten Platz ebenfalls überglücklich. "Gestern wollte ich schon zusammenpacken und nach Hause gehen, denn es ist einfach nichts für mich gelaufen", sagte der Tech-3-Pilot, der im Qualifying von technischen Problemen behindert wurde und sich nur als 28. qualifiziert. Zu allem Überfluss wurde er mit einer 1.000-Euro-Geldstrafe belegt, da er entgegen der Fahrtrichtung durch die Boxenausfahrt in die Boxengasse hineingefahren war.

"Als ich heute Morgen den Regen gesehen habe, habe ich gewusst, dass wir die Sache umdrehen können", erklärte Smith. "Wir haben im Regen offensichtlich ein gutes Motorrad und mir war klar, dass wir uns durchs Feld arbeiten können. Am Anfang war es bei der Gischt natürlich etwas gefährlich, denn ich konnte nicht so viel sehen. Doch sobald es ging, arbeitete ich mich nach vorn. Ich danke dem gesamten Tech-3-Team dafür, dass sie an mich geglaubt haben. Das ist auch ein großes Dankeschön an alle Fans."

Der drittplatzierte Michele Pirro ergänzte: "Ich bin sehr glücklich, denn das ist meine erste Podiumsplatzierung in der Moto2. Die Streckenbedingungen waren sehr schwierig und mein Start war nicht besonders gut. Aber danach wurde mein Gefühl für das Motorrad Runde für Runde besser. Ich bedanke mich bei meinem Team und hoffe, dass nach diesem Podestplatz noch viele weitere folgen werden."

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