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Stefan Bradl trotzte den widrigen Wetterbedingungen und fuhr Bestzeit © Motorsport-Total.com

Stefan Bradl kann der Regen in Assen nichts anhaben - Der Deutsche fährt zum Trainingsauftakt in den Niederlanden die Bestzeit

Das erste Freie Training der Moto2 war in Assen verregnet. Bei den schwierigen Bedingungen rutschten zahlreiche Piloten aus. Darunter waren unter anderem Randy Krummenacher, Andrea Iannone, Michael van der Mark, Alex de Angelis, Dominique Aegerter, Alex Baldolini und Pol Espargaro. Letzterer wurde ins Medical Center zu vorbeugenden Untersuchungen gebracht. Auch Moto2-Neuling Elena Rosell hatte bei den rutschigen Streckenverhältnissen zu kämpfen. Zweimal ging die erste Frau in der Moto2 zu Boden. Für ein Debüt waren die Verhältnisse alles andere als optimal.

Das störte den derzeitigen Überflieger aber nicht. Stefan Bradl blieb nicht nur im Sattel seiner Kalex sitzen, sondern fuhr auch in 1:54.435 Minuten die Bestzeit. Für Moto2-Verhältnisse waren die Abstände relativ groß. Der Türke Kenan Sofuoglu folgte auf Platz zwei, doch Simone Corsi lag als Dritter bereits 0,623 Sekunden zurück. In den letzten Minuten wurde die Zeitenjagd gestoppt. Nach Stürzen von Javier Fores und Ricard Cardus entschied sich die Rennleitung, das Training vier Minuten vor Ablauf der Zeit abzubrechen. Die Maschine von Baldolini hatte viel Öl auf der Strecke verteilt.

Auf Platz vier reihte sich Moriwaki-Pilot Yuki Takahashi ein, gefolgt von Iannone. Der Schweizer Tom Lüthi mischte ebenfalls im Spitzenfeld mit, hatte schlussendlich in seiner schnellsten Runde einen Rückstand von einer Sekunde und landete damit auf dem sechsten Rang. MotoGP-Absteiger Mika Kallio setzte sich bei den widrigen Bedingungen mit Position sieben in Szene. Rathapark Wilairot, Pol Espargaro und Kenny Noyes komplettierten die Top 10.

Regenspezialist Anthony West nutzte das schlechte Wetter nicht, um eine Topzeit zu setzen. Der Australier reihte sich an der 25. Stelle ein. Besser lief es für seinen MZ-Teamkollegen Max Neukirchner, der Assen aus seiner Superbike-Zeit gut kennt. Als 18. hatte der Deutsche knapp drei Sekunden Rückstand auf seinen Landsmann an der Spitze.

Die beiden Fahrer aus der Schweiz hatten jeweils einen harmlosen Ausrutscher. Krummenacher landete in der Zeitenliste schlussendlich auf Platz 24, Aegerter auf Rang 32. 125er-Champion Marc Marquez ging es ruhig an und klassierte sich an Position 21. Rosell hatte nicht nur aufgrund der Wetterbedingungen einen schwierigen Start ins WM-Abenteuer. In Assen ersetzt sie Julian Simon, der sich noch von seinem Beinbruch, den er sich in Barcelona zugezogen hatte, erholt. Auf dem 29. und vorletzten Platz fehlten der Spanierin elf Sekunden auf Bradl.

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