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125er-Weltmeister Marc Marquez hat in der "Kathedrale" Assen gewonnen © Repsol

Marc Marquez hat das Moto2-Rennen in Assen unter schwierigen Bedingungen gewonnen - Stefan Bradl stürzte kurz vor dem Ziel und schied aus

In Assen startete das Moto2-Rennen bei nassen Bedingungen. Die Piloten hatten auf Regenreifen gesetzt, doch kontinuierlich trocknete der Belag auf und es bildete sich eine trockene Ideallinie. Zahlreiche Piloten stürzten bei den rutschigen Bedingungen. Auch Stefan Bradl (Kalex) ging drei Umläufe vor dem Ende zu Boden. An der Spitze kämpften Bradley Smith (Tech 3), Kenan Sofuoglu und Marc Marquez (beide Suter) um den Sieg. Schließlich setzte sich Marquez durch.

Bevor das Rennen losging, lag der Erste schon im Kiesbett. Jules Cluzel (Suter) rutschte in der Auswärmrunde aus, konnte aber am Start teilnehmen. Marquez bremste sich in der ersten Kurve an Bradl vorbei und übernahm die Führung. Der Deutsche büßte in der ersten Runde einige Plätze ein. Am Ende der ersten Runde lag Simone Corsi (FTR) auf Platz eins, gefolgt von Smith, Sofuoglu, Marquez und Bradl. Tom Lüthi (Suter) kam als Achter über die Linie.

Max Neukirchner hatte vom letzten Startplatz gleich zehn Positionen gut gemacht. Sein MZ-Teamkollege Anthony West machte ebenfalls über zehn Plätze in einer Runde gut. Der Regenspezialist war im Angriffsmodus. Smith übernahm in der zweiten Runde die Spitze, während Bradl auf Platz sieben zurückgereicht wurde. Die Spitzengruppe lag aber noch dicht beisammen. Aus dieser Gruppe verabschiedete sich Mike di Meglio (Tech 3) im zweiten Umlauf durch Sturz.

Strecke trocknet ab

Es herrschten rutschige Bedingungen und die Piloten tasteten sich langsam ans Limit heran. Nach wenigen Umläufen setzte sich das Spitzenquartett ab. Smith führte vor Marquez, Sofuoglu und Yuki Takahashi (Moriwaki). Die Plätze wechselten häufig. Bradl hatte nach fünf Umläufen als Siebter bereits sieben Sekunden Rückstand. West führte zu diesem Zeitpunkt die erste Verfolgergruppe an, sein Teamkollege Neukirchner hatte bereits das halbe Feld überholt und lag auf Rang 21.

Die Strecke trocknete kontinuierlich ab und es bildete sich eine trockene Ideallinie. Viele Piloten hatten allerdings auf Regenreifen gesetzt. Takahashi hielt als Vierter nur mit Mühe das Tempo des Spitzentrios Smith/Sofuoglu/Marquez. Die große Frage war, ob die Regenreifen dieses Tempo überstehen würden. Nach elf von 24 Runden war die Fahrbahn praktisch trocken. Das wirkte sich auch auf die Rundenzeiten aus, die bis zu zehn Sekunden schneller waren als zu Beginn. Bradl kämpfte gegen Rennhalbzeit um die zehnte Position und spielte keine Rolle im Kampf um den Sieg.

Die Top 4 lieferten sich unzählige Positionswechsel, teilweise überholten sie sich mehrmals pro Runde. Fünf Runden vor Schluss wurde Takahashi von seiner Moriwaki abgeworfen und landete im Kiesbett. Damit war Platz zwei weg. Marquez hielt die Spitze, gefolgt von Smith und Sofuoglu. Die Reifen waren am Ende. Auch Pol Espargaro (FTR) und Xavier Simon (Tech 3) gingen zu Boden. Kenny Noyes (FTR) gesellte sich zu den Sturzopfern. Die Rundenzeiten stiegen auch merklich an.

Bradl rutscht aus

Drei Runden vor Schluss erwischte es auch Bradl in der Schikane vor Start und Ziel. Der Gasgriff war stark verbogen und der Deutsche musste aufgeben. Die WM-Führung behielt der vierfache Saisonsieger trotzdem überlegen. Sein Vorsprung beträgt 57 Punkte. Marquez fuhr seinen kleinen Vorsprung sicher ins Ziel und feierte seinen zweiten Sieg in diesem Jahr. Sofuoglu blieb ebenfalls sitzen und kletterte zum ersten Mal in seiner Moto2-Karriere auf das Podium. Smith wurde hinter dem Türken Dritter.

Für Jubel bei der MZ-Mannschaft sorgte West mit dem vierten Platz. Sein Teamkollege Neukirchner sah von Startplatz 39 die Zielflagge als Zehnter. Ex-MotoGP-Pilot Alex de Angelis (Motobi) ereichte den fünften Platz und setzte sich gegen Mattia Pasini und Esteve Rabat (beide FTR) durch. Lüthi fuhr ein solides Rennen und erreichte das Ziel an der achten Stelle. Sein Landsmann Randy Krummenacher (Kalex) wurde Neunter. Dominique Aegerter (Suter), der dritte Schweizer im Bunde, belegte Platz 18.

Zahlreiche Piloten machten bereits in der ersten Rennhälfte Bekanntschaft mit den niederländischen Kiesbetten. Axel Pons wurde von seiner Kalex abgeworfen und auch Valentin Debise, Ratthapark Wilairot, Yonny Hernandez rutschten aus.

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