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Anthony West nimmt den Grand Prix von Italien von Startplatz zehn in Angriff © MZ

Die MZ-Piloten Anthony West (10.) und Max Neukirchner (20.) hinterließen im Mugello-Qualifying einen starken Eindruck, hatten letztlich aber Pech

Die MZ-Werkspiloten Anthony West und Max Neukirchner fuhren auf nasser und später allmählich abtrocknender Strecke in der Qualifikation zum Grand Prix von Italien in Mugello lange Zeit ganz vorne mit und waren zwischendurch sogar an dritter und vierter Stelle in der Zeitenliste zu finden. In der Schlussphase hatten beide Piloten allerdings Pech beim Reifenpoker.

Wie viele andere Kollegen der Moto2-Klasse setzten auch West und Neukirchner für den letzten, entscheidenden Run auf einen frischen Regenreifen hinten, der sich dann allerdings zu sehr aufheizte und zu schmieren begann, anstatt Grip aufzubauen. So wie der Trainingsschnellste Marc Marquez einfach auf den gebrauchten Reifen weiterzufahren, wäre die bessere Lösung gewesen. West rutschte auf einen immer noch starken zehnten Platz, Neukirchner auf Rang 20 ab.

"Wir haben am Schluss noch einmal einen neuen Regenreifen aufgezogen, weil wir dachten, wir könnten uns damit verbessern", erklärte MZ-Geschäftsführer und Anthony Wests Cheftechniker Martin Wimmer. "Allerdings haben uns die Dunlop-Leute gesagt, dass es besser gewesen wäre, mit dem alten Reifen draußen zu bleiben. Der war aufgewärmt und an die Bedingungen angepasst. Der neue Reifen riss auf, weshalb sich Anthony nicht mehr steigern konnte. Das Ergebnis ist okay, hätte aber noch besser ausfallen können."

Der Australier selbst war nach Platz zehn dennoch nicht unzufrieden. "Platz zehn ist gut, obwohl wir uns mit den Reifen verpokerten. Wir haben während des Trainings außerdem das Federbein wechseln müssen, das komplett auf eine nasse Strecke abgestimmt war. Als es etwas trockener wurde, passte das Setup nicht mehr. Insgesamt hatten wir viel Arbeit, haben aber auch viel erreicht."

Wests Teamkollege Neukirchner erging es nicht anders. "Wir haben im zweiten Teil der Session die Reifen gewechselt, aber die Strecke begann abzutrocknen", so sein italienischer Cheftechniker Marco Nicotari. "Der neue Hinterreifen funktionierte nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Schwamm drüber: Wenn die Sonne scheint, haben wir im Rennen eine gute Chance. Im Trockenen wird Max sehr schnell sein."

"Zu Beginn des Qualifyings war es nass, die Regenreifen waren eindeutig die richtige Wahl", musste auch Neukirchner erkennen. "Zum Ende hin trocknete die Strecke entlang der Ideallinie etwas ab. Mit dem neuen Regenreifen hatte ich leider überhaupt keinen Grip. Ich würde mir wünschen, dass es morgen trocken bleibt und wir auch endlich mal wieder ein Rennen im Trockenen fahren können."

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