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Marc Marquez (93) hat den Deutschen Stefan Bradl (65) im Zielsprint besiegt © Repsol

Marc Marquez hat sich in Mugello im Zielsprint gegen Stefan Bradl durchgesetzt und gewonnen - Der Deutsche führt die WM weiterhin überlegen an

Das Moto2-Rennen in Mugello spitzte sich auf eine Entscheidung zwischen Stefan Bradl und Marc Marquez zu. Der Spanier führte die letzte Runde an und der Sieg wurde im Zielsprint auf der langen Zielgeraden ausgefochten. Bradl hing im windschatten von Marquez, doch die Suter war schnell genug. Mit seinem dritten Saisonsieg hat der amtierende 125er-Weltmeister fünf Punkte auf Bradl in der WM gutgemacht. Der Deutsche führt die WM weiterhin komfortabel mit 52 Zählern Vorsprung an.

Marquez nutzte seine Pole-Position und ging beim Start sofort in Führung. Bradley Smith folgte dem Spanier auf den Fersen. Bradl kam sehr gut von der Linie weg, bog bereits als Dritter in die erste Kurve, kam aber von der Linie ab und musste Alex de Angelis und Xavier Simeon vorbeilassen. Für Raffaele de Rosa war das Rennen bereits in der ersten Runde nach einem Sturz vorbei. An der Spitze versuchten sich Marquez und Smith abzusetzen. Bradl übernahm die Führung der Verfolgergruppe und versuchte das Führungsduo einzuholen.

Nach drei Runden hatte der Deutsche mit schnellen Zeiten den Anschluss geschafft. De Angelis ließ sich am Hinterrad ziehen und somit lag eine Vierergruppe in Front. Im fünften Umlauf ging Bradl an Smith vorbei und war bereits Zweiter. Zu Begann der achten Runde überholte der WM-Führende Marquez in der ersten Runde und übernahm erstmals Platz eins. Der Vierkampf an der Spitze wurde härter und es gab viele Positionswechsel. Das erlaubte es Lokalmatador Andrea Iannone gegen Halbzeit aufzuschließen.

Aufholjagd von Lüthi

Eine starke Aufholjagd zeigte Tom Lüthi, der von seinem schlechten Startplatz einen Konkurrenten nach dem anderen überholte und sich schließlich an die Spitze der großen Verfolgergruppe auf Platz sieben setzte. Max Neukirchner klebte Lüthi am Hinterrad. Auch die beiden Schweizer Dominique Aegerter und Randy Krummenacher mischten in dieser Gruppe mit. Die zweite MZ mit Anthony West fiel nach einem starken Start und einer guten ersten Runde, die der Australier in den Top 10 beendete, weit zurück ins Mittelfeld.

Sechs Runden vor Schluss konnten sich Marquez und Bradl von Iannone und Smith lösen. Der Spanier verbremste sich in der ersten Kurve und Bradl ließ sich nicht zweimal bitten und zog vorbei auf Platz eins. Die Reifen baute langsam ab und die Motorräder begannen auf dem heißen Asphalt zu rutschen. Einen Umlauf später bremste der Deutsche in der ersten Kurve zu spät und Marquez stach innen durch. Smith und Iannone hatten vier Runden vor dem Ziel den Anschluss gefunden. Bradl fiel auch hinter Smith auf Platz drei zurück.

Entscheidung im Zielsprint

In den letzten drei Runden kämpften nur noch drei Piloten um den Sieg. Marquez und Smith beharkten sich hart, während Bradl die beiden Streithähne als Dritter beobachtete. Zu Beginn der letzten Runde zog der Überflieger aus Deutschland in der ersten Kurve an Smith vorbei und setzte Marquez unter Druck. Die Entscheidung fiel beim Sprint zur Ziellinie. Bradl bremste spät in die letzte Kurve und hängte sich in den Windschatten von Marquez.

Es reichte nicht. Die Suter des Spaniers war schnell genug. Somit feierte der amtierende 125er-Weltmeister seinen bereits dritten Saisonsieg. Bradl stellte in der letzten Runde einen neuen Rundenrekord auf, doch auf der Linie lag er 0,071 Sekunden hinter Marquez. Mit dem zweiten Platz hat der Zahlinger fünf Punkte auf Marquez eingebüßt, führt aber weiterhin die Gesamtwertung mit komfortablen 52 Zählern Vorsprung an.

Smith spielte am Ende keine Rolle, hatte als Dritter aber auch weniger als eine halbe Sekunde Rückstand auf der Ziellinie. Am Ende musste De Angelis abreißen lassen und sah vor heimischem Publikum die karierte Flagge als Vierter. Iannone konnte am Ende auch nicht mehr das Tempo der Spitze halten und kam auf Platz fünf. Lüthi führte die Verfolgergruppe an und sammelte als Sechster weitere Punkte.

Der Italiener Simone Corsi wurde Siebter, knapp vor Neukirchner, der mit Platz acht sein bestes Ergebnis feierte. MotoGP-Absteiger Aleix Espargaro und der Türke Kenan Sofuoglu komplettierten die Top 10. Aegerter kam knapp hinter seinem Technomag-CIP-Teamkollegen als Elfter in Ziel. Krummenacher wurde 13. Das nächste Rennen findet in zwei Wochen auf dem Sachsenring statt.

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