vergrößernverkleinern
Kiefer-Ass Stefan Bradl erlebte in Brünn einen Auftakt nach Maß © Kiefer

Stefan Bradl sparte im zweiten Training Reifen und fuhr trotzdem Bestzeit - er und sein Kiefer-Team zeigen sich dementsprechend überrascht

Offensichtlich hat sich Kiefer-Pilot Stefan Bradl in der Sommerpause perfekt erholt. Er fuhr in der Moto2-Klasse bei den zwei ersten Freien Trainings zum Großen Preis von Tschechien in Brünn jeweils auf den ersten Platz und unterbot mit seiner schnellsten Zeit sogar den aktuellen Rundenrekord um ganze 1,149 Sekunden. Dies ist sogar die schnellste jemals mit einem Moto2-Motorrad in Brünn gefahrene Runde.

Für Brünn vertraute das Team auf die bei Tests vor einer Woche auf dem Hockenheimring ausgetüftelten Einstellungen. Schon am Vormittag zeigte sich, dass man dort genau in die richtige Richtung gearbeitet hatte. Zwischen den beiden Trainings nahmen die Techniker noch diverse Anpassungsarbeiten an Vorderrad-Gabel und Stoßdämpfer vor, um sich an die neuen Streckenbedingungen heranzuarbeiten. Auch hierbei wählten sie den richtigen Weg und blicken daher zuversichtlich auf den weiteren Verlauf des Wochenendes.

"Speziell das zweite Training heute war gut, wir haben einen langen Run gemacht, der hat mich richtig positiv gestimmt", freut sich Bradl. "Ich bin sehr zufrieden, weil wir sehr viele schnelle, konstante Runden gefahren sind. Wir mussten Reifen sparen und hatten gedacht, dass wir gar nicht so viele Runden fahren können, aber der Reifen hat sehr gut funktioniert. Es sieht im Moment gut aus. Jetzt schauen wir, dass wir morgen noch ein paar Feinheiten am Fahrwerk einstellen können, aber im Großen und Ganzen bin ich mit dem Motorrad ganz zufrieden. Ich habe es genossen, hier in Brünn meine Runden zu drehen."

Cheftechniker Jochen Kiefer zeigt sich nach der Freitag-Dominanz überrascht: "Damit hatten wir heute Nachmittag überhaupt nicht gerechnet. Bedingt durch das Reglement hatten wir in der zweiten Session versucht, Reifen zu sparen. Das bedeutet, Stefan benützte einen älteren Reifen, zu dem er normal nicht so viel Vertrauen hat. Unser Setup war daher auch nicht bis ins Letzte ausgefeilt."

Dennoch gelang es dem WM-Leader in der Moto2-Klasse, die Bestzeit einzufahren. "Er fühlte sich trotz der Bedingungen sehr wohl und konnte konstant schnelle Zeiten fahren", so Kiefer. "Ich gehe davon aus, dass die anderen Teams sicher ähnliche Strategien fuhren und die Zeiten dann morgen noch schneller werden."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel