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Stefan Bradl setzte in Brünn seine Dauerbesuche auf dem Podium fort © Kiefer/FWeisse

Stefan Bradl fuhr im Moto2-Thriller von Brünn auf den dritten Platz und in seinem Team ist man auch ohne einen weiteren Sieg glücklich

Es war wohl eines der spannendsten Rennen in der Karriere von Kiefer-Pilot Stefan Bradl. Der 21-jährige Zahlinger behielt im tschechischen Brünn bis zum Ende des zehnten Laufes zur Moto2-Weltmeisterschaft die Nerven und sicherte sich den dritten Platz. Der Sieger hieß Andrea Iannone aus Italien vor Bradls Dauerrivale, dem WM-Zweiten Marc Marquez aus Spanien.

Gleich von Anfang an ging Bradl mit einem Raketenstart in Führung. Erst in der 13. Runde setzte sich Iannone an die Spitze. Draußen auf der Strecke wechselte die Führung mehrmals und es wurde mit harten Bandagen gekämpft. Aber wie groß die Lücken auch wurden, die Gruppe kam immer wieder zusammen. Kurz vor Ende des Rennens konnte Bradl nach einem Manöver mit Alex de Angelis nicht mehr zu seinen Vordermännern aufschließen und wurde Dritter.

In der Meisterschaft führt Bradl die Wertung noch immer mit 43 Punkten Vorsprung überlegen an. So wird er auch in zwei Wochen in Indianapolis in den USA als WM-Führender an den Start gehen.

"Ich kann natürlich nicht immer den Anspruch stellen, dass ich das Ding auf der ersten Position heimfahre und bin daher mit dem dritten Platz durchaus zufrieden", bilanziert Bradl. "Das Motorrad lief fantastisch, ich habe mich echt gut gefühlt. Auch war es mir möglich, die entstandenen Lücken immer wieder zuzufahren. Allerdings habe ich bei einem Manöver mit Alex de Angelis etwas Zeit verloren und konnte dann nicht mehr kontern. Gestern hatte man wir wahrscheinlich angesehen, dass ich die Pole doch gerne gehabt hätte. Ich glaube heute sieht man mir definitiv an, dass ich mit dem Ergebnis zufrieden bin."

Teammanager Stefan Kiefer ergänzt: "Das war wohl eines der spannendsten Rennen, das wir je von Stefan gesehen haben. Es war auch super gut, dass Stefan letztendlich den dritten Platz heimfahren konnte und sitzengeblieben ist. Klar haben wir vier Punkte verloren, aber wir sind trotzdem sehr glücklich und freuen uns auf das nächste Rennen in Indianapolis. Ich denke, das war heute die beste Werbung für den Motorradsport."

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