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Stefan Bradl präsentierte sich zum Auftakt des wichtigen Wochenendes stark © Honda

Marc Marquez fährt nicht die Freitagstrainings in Valencia, hofft aber noch auf ein Wunder - Stefan Bradl setzt sich im ersten Freien Training an die Spitze

Am Freitag wurde mit Spannung erwartet, ob Marc Marquez im ersten Freien Training fahren kann. Am Mittwoch hatte der Spanier verlautbart, dass er wahrscheinlich nicht fahren wird, aber es eventuell versuchen würde. Schließlich ging der 18-Jährige nicht auf die Strecke, meinte aber in einer Journalistenrunde kurz vor Trainingsbeginn, dass es immer noch einen kleinen Funken Hoffnung gibt.

Es plagen ihn weiterhin Sichtprobleme am rechten Auge. Am Samstag wird er sehen, ob sich sein Zustand gebessert hat. Sollte Marquez definitiv nicht starten, wäre Stefan Bradl bereits Weltmeister. Bei 23 Punkten Vorsprung ist der Deutsche ohnehin der große Favorit. Da Marquez seine Teilnahme nicht definitiv abgesagt hat, muss sich Bradl weiter gedulden und auf sein eigenes Programm konzentrieren.

Nachdem es am Morgen noch nass war, besserten sich die Streckenbedingungen über den Vormittag zusehends. Im Moto2-Training war es zwar immer noch kühl und bewölkt, aber die Piste war praktisch trocken. Bradl ließ sich von dem Hick-Hack um Marquez nicht beeindrucken und fuhr im letzten Moment die schnellste Zeit. In 1:41.777 Minuten war der Zahlinger um 0,329 Sekunden schneller als Randy Krummenacher.

Wie sehr sich die Bedingungen gebessert hatten, zeigte der Vergleich mit der MotoGP. Bradl war um vier Sekunden schneller als Casey Stoner im ersten Training der Königsklasse. Außerdem präsentierte sich das Kalex-Duo extrem stark. Alex de Angelis lag als Dritter mit seiner MotoBI knapp eine Sekunde hinter dem WM-Favoriten. Mattia Pasini fuhr die viertschnellste Zeit, gefolgt von Dominique Aegerter. Damit waren zwei Schweizer in den Top 5.

Neukirchner dreht nur vier Runden

Kenny Noyes, Kenan Sofuoglu, Anthony West, Michele Pirro und Mika Kallio komplettierten die Top 10. Während West einen guten Auftakt hatte, lief es bei seinem MZ-Teamkollegen Max Neukirchner nicht nach Plan. Er landete nach Kupplungsproblemen abgeschlagen an der letzten Stelle. Die Strecke kennt der Deutsche aus seinen Superbike-Tagen gut.

Tom Lüthi, der dritte Eidgenosse im Bunde, startete noch verhalten ins Wochenende. Dem Sepang-Sieger fehlten fünf Sekunden. Daher klassierte sich der Suter-Pilot an der 17. Position. Einen Platz vor Lüthi reihte sich Julian Simon ein. Nach langer Verletzungspause und einer weiteren Operation feiert der Spanier vor heimischer Kulisse sein Comeback.

Elena Rosell, die ihre dritte WM-Chance erhalten hat, kam auf Platz 35 und ließ vier Piloten hinter sich. Darunter war auch Ratthapark Wilairot, der ebenfalls sein Comeback feiert. Axel Pons spulte nach seinem schweren Sturz zuletzt in Sepang ebenfalls munter seine Runden ab.

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