vergrößernverkleinern
Alex Hofmann und Aprilia standen am zweiten Tag im Mittelpunkt des Interesses © Motorsport-Total.com

Der zweite Testtag der Moto2 fiel in Valencia ins Wasser - Trotzdem herrschte viel Interesse um Aprilia und Testfahrer Alex Hofmann

Der zweite Testtag der Moto2-Klasse am gestrigen Donnerstag war komplett verregnet. Der Circuit Ricardo Tormo präsentierte sich in der Früh nass und der Regen nahm im Laufe des Tages deutlich zu. Nur eine handvoll Fahrer gingen bei den widrigen Bedingungen auf die Strecke. Darunter waren Scott Reddingg, Johann Zarco und Alessandro Andreozzi. Später am Nachmittag stieg Toni Elias erstmals auf die Suter des Aspar-Teams. Nennenswerte Zeiten wurden dabei nicht erzielt.

Am heutigen Freitag gehen die Testfahrten in Valencia zu Ende. Einige Teams werden aber bereits nach Jerez aufgebrochen sein, wo an diesem Wochenende das Finale der spanischen Meisterschaft stattfindet. Dort nimmt unter anderem Jonas Folger mit einer Moto2 des MZ-Teams teil. Die Ruhe an den Boxen sorgte aber dennoch für einigen Gesprächsstoff.

Interessant war das Aprilia-Team, das mit Testfahrer Alex Hofmann und Randy de Puniet anwesend war. Hofmann drehte mit der RSV4 und Bridgestone-MotoGP-Reifen einige Runden. Dabei soll der Deutsche etwas langsamer gewesen sein, als mit den Pirelli-Reifen aus der Superbike-WM. In erster Linie sammelt Aprilia Daten für das neue CRT-Motorrad, das dann mit den Bridgestone-Reifen harmonieren muss.

Aprilia wird um den RSV4-Motor, der in der Superbike-WM eingesetzt wird, ein eigenes Chassis bauen, weil jenes aus der Superbike für die MotoGP illegal ist. Es wurde nämlich für die Superbike-WM homologiert. Das neue Chassis für die Königsklasse muss in erster Linie auf die steife Karkasse der Bridgestone-Reifen angepasst werden.

Konstrukteur Gigi Dall'Igna hat gegenüber 'GPOne.com' bestätigt, dass man mit fünf Teams verhandelt, Verträge sind aber noch nicht unterschrieben. Die Kunden können von Aprilia künftig ein komplettes Motorrad nach der Claiming-Rule kaufen. Dabei stellt sich die Frage, ob das ein versteckter Werkseinsatz ist, den die Dorna mit der neuen Regel unbedingt vermeiden wollte. Solange die Grand Prix Kommission der Meinung ist, dass alles nach der Claminig Rule abläuft, wird das Motorrad zugelassen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel