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Pol Espargaro hielt Andrea Iannone hauchdünn in Schach © Ponsracing

Pol Espargaro fährt im ersten Freien Training in Mugello einen Tick schneller als Andrea Iannone - Der Schweizer Tom Lüthi startet mit Platz drei in das Wochenende

Im ersten Freien Training der Moto2-Klasse waren auch in Mugello die üblichen Verdächtigen an der Spitze zu finden. Bei bewölktem Himmel, aber trockener Strecke präsentierte sich wie in den vergangenen Wochen Pol Espargaro stark. Der Kalex-Pilot zog früh das Tempo an und hielt lange die Bestzeit. Am Ende standen für den Spanier 1:53.139 Minuten zu Buche. Damit notierte sich Espargaro eine weitere Trainingsbestzeit in diesem Jahr. Dicht auf den Fersen war ihm Andrea Iannone (Speed Up). Der Lokalmatador war lediglich um neun Hundertstelsekunden langsamer und sortierte sich auf dem zweiten Platz ein.

Das Feld lag auf der schnellen und flüssigen Strecke dicht beisammen. Im Zehntelsekunden-Abstand folgte ein Fahrer nach dem anderen. Nach dem durchwachsenen Sachsenring, wo Tom Lüthi in den Trainings keine Topzeiten fahren konnte, war der Schweizer diesmal von Beginn an bei der Musik dabei. Mit seiner Suter reihte sich Lüthi an der dritten Stelle ein. Sein Rückstand betrug lediglich 0,260 Sekunden. Den Markenmix an der Spitze machte Bradley Smith (Tech 3) als Vierter perfekt.

Kurz vor Ablauf der Zeit verpasste der Brite in Kurve eins den Bremspunkt und rodelte durch das Kiesbett. Das war an gleicher Stelle auch 125er-Weltmeister Nicolas Terol (Suter) passiert. Beide konnten aber weiterfahren. Viele Augen sind in Italien auch auf Marc Marquez gerichtet (Suter). Am Vortag wurde sein MotoGP-Vertrag mit dem Honda-Werksteam ab der kommenden Saison verkündet. Nun ist der Moto2-WM-Titel sein Ziel.

In Mugello begann Marquez das Wochenende mit der fünftbesten Zeit. Er war um knapp mehr als drei Zehntelsekunden langsamer als sein Landsmann und Konkurrent Espargaro. Schnellster FTR-Vertreter war Simone Corsi als Sechster, gefolgt von Scott Redding (Kalex), der schon zwei Podestplätze in dieser Saison vorzuweisen hat. Einen starken Auftakt hatte auch Randy Krummenacher (Kalex). Der Schweizer zog sein geändertes Trainingsprogramm durch und glänzte mit Platz sieben.

Die Top 10 rundeten die beiden Kalex-Piloten Claudio Corti und Mika Kallio ab. Letzterer stand am vorigen Wochenende auf dem Sachsenring auf dem Podium. Trotz Ausritt konnte sich Terol in Szene setzen. Die Moto2-Rookie-Saison ist für den amtierenden Weltmeister bisher schwierig verlaufen. Dominique Aegerter (Suter), der dritte Schweizer im Bunde, startete mit Platz 14. Sein Rückstand auf die Spitze betrug 1,4 Sekunden.

Dagegen war Max Neukirchner auch in Mugello nicht konkurrenzfähig. 2,4 Sekunden fehlten dem Kiefer-Piloten auf Espargaro. Obwohl Neukirchner auch eine Kalex fährt und im Weltmeisterteam ist, läuft es weiterhin nicht rund und es wurde Platz 26. Auf der Einstand von Ex-Weltmeister Mike di Meglio bei MZ verlief nicht nach Plan. In den ersten Minuten stürzte er und stapfte durchs Kiesbett davon.

Andrea Andreozzi fährt an diesem Wochenende wieder für das Speed-Master-Team und belegte Position 23. Massimo Roccoli, der die Bimota von Damian Cudlin übernommen hat, wurde 27. Anthony West tritt in Italien erstmals nicht mehr mit der Moriwaki, sondern mit einer Speed-Up an. Zunächst gelang dem Australier kein Sprung nach vor, denn reihte sich an der 30. Stelle ein. Somit ist nur noch eine Moriwaki im Feld, die von Wests QMMF-Teamkollegin Elena Rosell gefahren wird. Sie war das Schlusslicht. 2010 war Moriwaki noch Weltmeister.

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