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Tom Lüthi profitiert von der Strafe gegen Joan Zarco © Paddock GP Racing

Tom Lüthi konnte im Qualifying der Moto2 in Mugello die Trainingsleistungen zwar nicht ganz bestätigen, rechnet sich im Rennen aber gute Chancen aus

Interwetten-Pilot Tom Lüthi holte beim Grand Prix Italien in Mugello den sechsten Platz im Qualifying und nimmt fürs Moto2-Rennen am Sonntag einen Podestplatz ins Visier. Im dritten freien Training am Samstagvormittag hatte der 25-Jährige in 1.52,795 Minuten die Bestzeit erzielt und bestätigte damit die eigene Topform und die gute Abstimmung seiner Suter, bei der Lüthi eine neue Hinterradschwinge und eine modifizierte, aerodynamisch noch ausgefeiltere Frontverkleidung einsetzt.

In der Qualifikation am Nachmittag kam der Schweizer zwar nicht mehr ganz an die eigene Bestzeit heran, doch war dafür hauptsächlich der dichte Verkehr in den entscheidenden Phasen der Session verantwortlich. Vor dem Rennen steht Lüthi trotz der sechstbesten Zeit auf dem fünften Platz der Startaufstellung: Der drittplatzierte Franzose Johann Zarco, der am Vormittag gestürzt war und dabei den Trainingsschnellsten Pol Espargaro umgerissen hatte, wurde wegen "unverantworlicher Fahrweise" von der Rennleitung um 15 Startpositionen nach hinten strafversetzt.

Die zweite Reihe geht in Ordnung, doch es war trotzdem schade, dass ich die Zeit von heute morgen im Qualifying nicht wiederholen konnte", sagt Lüthi. "Auf meiner drittletzten Runde war ich alleine und dachte schon, es werde eine Super-Zeit, doch leider zeigte sich, dass ich Windschatten brauchte, um auf den nötigen Speed zu kommen. Ich brach ab und legte mir Bradley Smith zum Hinterherfahren zurecht. Doch leider kam auf dieser Runde dann Anthony West dazwischen, sonst hätte ich noch zwei Zehntelsekunden rausholen können, was einen Startplatz in der ersten Reihe bedeutet hätte."

"Trotzdem bin ich zuversichtlich, denn das Motorrad funktioniert gut. Wir haben uns für die neue Hinterradschwinge entschieden, weil sie für mehr Reifengrip sorgt und das Motorrad auf den Bodenwellen stabiler macht. Auch die neue Verkleidung ist gut, wir mussten sie im Lenkerbereich nur etwas anpassen. Jetzt geht es wieder da rum, einen guten Start zu haben und gleich vorne in der Gruppe mit dabei zu sein", so der 25-Jährige

"Das Wochenende hat sehr gut angefangen. Wir waren in allen drei freien Trainings ganz vorne vorbei, nur im Qualifying hat es ganz zum Schluss nicht mehr geklappt mit einer schnelle Runde", bilanziert Teambesitzer Daniel Epp "Jetzt starten wir wegen Zarcos Strafe statt vom sechsten vom fünften Startplatz, und das ist fürs Rennen okay. Aufgrund der guten Arbeit in den freien Trainings trauen wir uns zu, dass wir die Race-Pace mitgehen können. Wir waren hier in Mugello bislang bedeutend stärker als bei den letzten Rennen, deshalb erwarten wir uns morgen Einiges. Wir versuchen auf jeden Fall, aufs Podium zu kommen!"

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