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In letzter Sekunde schlug Pol Espargaro nach seinem Sturz zu © Ponsracing

Pol Espargaro stürzt im Qualifying für den Grand Prix von Katar und holt noch in letzter Sekunde die Pole-Position - Dominique Aegerter Fünfter, Marcel Schrötter Neunter

Topfavorit Pol Espargaro lieferte ein turbulentes Qualifying für den Saisonauftakt in Katar ab. Nach fünf Minuten lag seine Kalex im Kies und die Verkleidung war auf der linken Seite beschädigt. Espargaro brachte sein Motorrad zurück an die Box, konnte in der Folge allerdings keine Topzeiten fahren. Erst in seiner allerletzten Runde schüttelte der Vizeweltmeister die Bestzeit von 2:00,882 Minuten aus dem Ärmel. Als Espargaro über die Linie fuhr, schüttelte er mit dem Kopf und konnte es nicht glauben. Am Ende blieb er als einziger Fahrer unter 2:01 Minuten und verwies noch den Japaner Takaaki Nakagami (Kalex) auf Platz zwei.

Lange schien es, dass Nakagami seine erste Pole-Position in der Tasche hatte, aber Espargaro überflügelte ihn noch um 0,132 Sekunden. Die erste Startreihe komplettierte Routinier Mika Kallio (+0,159 Sekunden) mit der Kalex des Marc-VDS-Teams. Sein Teamkollege Scott Redding wird am Sonntag die zweite Startreihe von Platz vier anführen. Mit Julian Simon steht auf Platz sechs eine weitere Kalex in der zweiten Reihe. Bester Suter-Fahrer war Dominique Aegerter auf Rang fünf.

Der Schweizer hatte sich einen Platz in den ersten beiden Reihen zum Ziel gesetzt und dieses Soll auch erfüllt. Auf Espargaro fehlten 0,238 Sekunden. In der dritten Reihe stehen auf den Plätzen sieben und acht mit Nico Terol (Suter) und Esteve Rabat (Kalex) zwei weitere Spanier. Terol konnte am Ende nicht mehr zulegen, denn er kam in Kurve eins von der Strecke ab. Ein starkes Qualifying zeigte Marcel Schrötter.

Der Deutsche musste im Winter lange zittern, ob er überhaupt seine WM-Karriere fortsetzen kann. Schließlich klappte es mit der Finanzierung und er fährt eine Vorjahres-Kalex im spanischen SAG-Team. Bei den Wintertests konnte er allerdings kaum Kilometer abspulen. Im Qualifying untermauerte Schrötter sein Talent und eroberte Startplatz neun in der dritten Reihe. Sein Rückstand auf die Spitze betrug 0,659 Sekunden. Das war mit Abstand sein bestes Qualifying-Ergebnis in der Moto2.

Etwas durchwachsen verlief das erste Moto2-Qualifying für Sandro Cortese. Gegen Trainingshalbzeit wurde der amtierende Moto3-Weltmeister von seiner Kalex abgeworfen. Teilweise drang Cortese in die Top 10 nach vor. Schlussendlich wurde es Startplatz 13. Auf Espargaro fehlten 0,959 Sekunden, womit Cortese sein persönliches Ziel erreicht hat, denn er wollte den Abstand unter 1,5 Sekunden halten.

Schwieriger verlief das Qualifying für Randy Krummenacher, der in diesem Jahr Teamkollege von Aegerter ist. Der Schweizer fuhr seine persönlich beste Runde schon im fünften Umlauf und konnte sich später nicht mehr steigern. Mit zwei Sekunden Rückstand wurde es Startplatz 24. Noch hat er nicht alle Geheimnisse der Suter herausgefunden. Auch für das Paddock-Team war es ein enttäuschendes Qualifying. Sergio Gadea, der den verletzten Tom Lüthi ersetzt, stürzte früh und wurde 32. und Letzter. Neben Espargaro, Cortese und Gadea stürzten auch Moto2-Rückkehrer Mattia Pasini (Speed Up) und Axel Pons (Kalex).

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