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Pol Espargaro setzte sich in der letzten Runde gegen Scott Redding durch © FGlaenzel

Pol Espargaro gesteht, dass er beim ersten Wochenende der Saison einige Probleme hatte - Scott Redding und Takaaki Nakagami beklagen Chattering

Die Kalex-Piloten Takaaki Nakagami, Pol Espargaro und Scott Redding machten den Sieg beim Auftakt in Katar unter sich aus. Nakagami, der das Rennen in der Anfangsphase anführte, musste Mitte des Rennens etwas Tempo rausnehmen. Damit war der Weg für Redding und Espargaro frei, die sich bis in die letzte Runde einen spannenden Kampf lieferten. Der Spanier setzte sich am Ende knapp durch.

"Das gesamte Wochenende war hart, nicht nur das Rennen. Wir haben hart gekämpft. Mit neuen Reifen hatten wir ein sehr leichtes Heck. Taka hatte einen unglaublichen Start und war in den ersten Runden sehr stark. Es war schwierig, ihm zu folgen. Scott ging an mir vorbei und ich folgte ihm. Ich muss ihm danken", gesteht Espargaro. "Ohne ihn hätte ich nicht gewonnen. Am Ende gab es mit Scott einen Kampf um die ersten 25 Punkte der Saison. Ich bin sehr froh und danke meinem Team."

"Ich bin froh, die 25 Punkte geholt zu haben. Das war uns am wichtigsten. Wir haben am Wochenende nicht perfekt gearbeitet. Ich hatte beim Start kein optimales Gefühl", bemerkt der Pons-Pilot, der im Qualifying stürzte und die Pole-Position in seiner letzten gezeiteten Runde einfuhr. Marc-VDS-Pilot Redding muss weiter vom ersten Sieg in der Moto2 träumen.

"Ich habe es versucht", betont er. "Die finale Runde war eng. Ich verlor in der Runde in die Startaufstellung die Kupplung verloren, doch die Jungs haben in der Startaufstellung gute Arbeit geleistet. In den ersten Runden hatte ich Vibrationen durch die Kupplung. Doch das wurde besser. Ich ging an Pol und Nakagami vorbei und hatte einen guten Rhythmus. Ich führte, was gar nicht mein Plan war. Doch ich nutzte die Chance. Pol hatte das gesamte Rennen über ein gutes Tempo. Ich hatte starkes Chattering. Dennoch war es ein tolles Rennen. Ich bin froh, das erste Rennen der Saison hinter mich gebracht zu haben."

Nachdem Espargaro einige Runden vor Rennende in Führung ging, studierte Redding die Linie seines Gegners. Vorbei kam er aber nicht mehr. "Es gab zwei Stellen, an denen ich es versuchen konnte. Die eine war Kurve sechs, die enge Linkskurve. An der Stelle kann man recht leicht das Vorderrad verlieren. Als ich an Kurve zehn vorbeiging, erwartete ich ihn nicht außen sondern innen. Ich wusste, dass er viel Schwung hatte. Ich musste innen bleiben. Ich konnte ihn in den drei schnellen Kurven einholen, weil ich da viel schneller war als er. Ich wollte in der letzten Linkskurve einen Versuch starten. Doch als ich in die Kurve bog, konnte ich das Motorrad geradeso mit dem Knie abfangen. Da war 'Game Over'", erklärt er.

Auf der Geraden war die Kalex von Espargaro trotz des neu eingeführten kombinierten Gewichtslimits etwas schneller als die von Redding. Dennoch fühlt sich der große Brite deutlich konkurrenzfähiger als 2012. "Es war nicht so schlimm wie im Vorjahr. Da konnte er wie nichts an mir vorbeiziehen. Er konnte hier nicht so einfach davonziehen. Ich habe es genossen, so zu fahren."

Neu auf dem Podium war der Japaner Nakagami, der bereits bei den Wintertests gute Zeiten vorweisen konnte. "Ich bin sehr froh, zum ersten Mal auf dem Podest zu stehen", bemerkt er. "Zu Beginn des Rennens wollte ich davonziehen, doch dann hatte ich nach zehn Runden starkes Chattering am Vorderrad. Die Rundenzeiten wurden schlechter. Ich versuchte, den anderen Piloten zu folgen, doch das war nicht möglich. Ich habe den dritten Platz gehalten. Es war ein guter Start in die Saison. Ein großer Dank ans Team und die Mechaniker. Wir versuche, das in Austin zu wiederholen."

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