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Kalex-Pilot Marcel Schrötter war mit Platz 16 in Silverstone nicht zufrieden © FGlaenzel

Nach einem schwierigen Wochenende schrammt Marcel Schrötter als 16. beim Grand Prix in Silverstone knapp an den Punkterängen vorbei

Das ultraschnelle und überwiegend flüssige Streckenlayout des Silverstone Circuit zählt zu den selektivsten im Kalender der Moto2-Weltmeisterschaft. Im Verlauf einer Runde über 5.902 Meter sind 18 Kurven zu meistern, wobei jeder Richtungswechsel seinen eigenen Charakter besitzt. All das zusammen macht es für einen Klassen-Neuling umso schwerer, sich an nur drei Tagen den Gegebenheiten anzupassen. Marcel Schrötter, kannte die Piste in Mittelengland zwar aus den vergangenen Jahren, allerdings nur mit 125er-Bikes beziehungsweise mit einer Moto3-Rennmaschine.

Mit der wesentlich schwereren und leistungsstärkeren Kalex war es ungleich schwerer, die Umstellung, noch dazu an einem an und für sich schon stressigen Rennwochenende zu meistern. Im Rennen kämpfte Schrötter, der sich am Vortag für den 17. Startplatz qualifizierte, trotzdem verbissen diesen Nachteil wettzumachen, als er den Kampf einer vier Mann starken Gruppe erfolgreich für sich entscheiden konnte. Leider blieb Schrötter für seinen Einsatz unbelohnt, da er als 16. bei der Zieldurchfahrt ein Punkte-Finish verpasste.

"Dieses Ergebnis entspricht sicher nicht dem, was wir uns erhofft hatten", bemerkt Schrötter. "Allerdings war uns schon vor Beginn des Wochenendes klar, dass es hier eher unwahrscheinlich sein wird in die Top 10 zu fahren, aber ein, zwei Punkte wären trotzdem das Ziel gewesen. Und obwohl die Ausgangsposition vom 17. Startplatz nicht unbedingt die Beste war, habe ich mich dennoch stark genug gefühlt, um in den Punkterängen ins Ziel kommen zu können. Dieser lange Kurs hat allerdings seine Tücken, die sich im Rennverlauf umso mehr bemerkbar gemacht haben."

"In einigen Streckenabschnitten hatte ich Vorteile gegenüber meinen direkten Konkurrenten, aber in anderen Sektoren hatte ich Mühe, schnell zu sein. Über das gesamte Wochenende tat ich mir schwer, eine perfekte Runde auf die Reihe zu bringen und im Rennen hat sich dies noch schlimmer ausgewirkt. Es war schwer nahe genug zu den Gegnern aufzuschließen, um ein sauberes Überholmanöver zu starten", schildert der Deutsche. "Wegen diesem ewigen hin und her habe ich viel Zeit verloren, aber mit zunehmendem Rennverlauf kam ich immer besser in Schwung. Obwohl die Reifen abbauten, fühlte ich mich von Runde zu Runde wohler und konnte mich schließlich in meiner Gruppe durchsetzen."

"Schade, dass es am Schluss nicht zu einem Punkt gereicht hat. Dennoch können wir viel Positives von diesem Wochenende mitnehmen. Silverstone ist eine besonders schwierige Piste und all das, was ich an den vergangenen drei Tagen dazu gelernt habe, wird sich beim nächsten Besuch hier in einem Jahr umso positiver auswirken. Ich bin aber zuversichtlich, dass es beim nächsten Rennen in Misano schon wieder bergauf gehen wird. Zuvor freue ich mich richtig auf die etwas längere Pause Zuhause in Bayern, denn die vergangenen Wochen mit drei Rennen am Stück und den vielen Reis en haben an der Substanz gezerrt", so Schrötter.

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