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Tom Lüthi fuhr mit dem Glück des Tüchtigen in Misano auf Startplatz vier © FGlaenzel

Tom Lüthi fährt im Qualifying der Moto2 in Misano in die zweite Startreihe, wäre zuvor aber um ein Haar mit einem Konkurrenten kollidiert

Nach einer brenzligen Situation am ersten Trainingstag erlebte Paddock-Pilot Tom Lüthi in der Qualifikation der Moto2 zum Grand Prix von San Marino die nächste Schrecksekunde: Auf der vorletzten fliegenden Runde lief der Schweizer im hinteren Teil der Strecke von Misano, an einer Stelle, an der die Piloten im sechsten Gang nahe der Höchstgeschwindigkeit unterwegs sind, auf den Indonesier Rafid Topan Sucipto auf, der langsam auf der Ideallinie entlangbummelte.

Lüthi konnte gerade noch ausweichen und einen Zusammenstoß vermeiden - und hatte zusätzliches Glück, weil er die Zielgerade wenige Sekunden vor dem Abwinken des Trainings erreichte und deshalb noch eine Runde fahren konnte. Auf dieser 20. und letzten Runde verbesserte sich Lüthi noch auf eine Zeit von 1.37,795 Minuten und stellte als Vierter eine gute Ausgangsposition fürs Rennen am Sonntag sicher. Weil die Zeiten der Topfahrer sehr dicht beieinander liegen - Lüthis Rückstand auf den Spanier Pol Espargaro beträgt nur 0,129 Sekunden - dürfen sich die Motorradsportfans auf ein spannendes Gefecht freuen.

"Es war ein gutes Training, ich bin zufrieden", sagt Lüthi. "In der vorletzten Runde hatte ich allerdings eine haarige Situation mit Rafid Topan Sucipto. Er stand auf der Ideallinie im hinteren Streckenteil, wo du im sechsten Gang voll reinfährst. Es gelang mir auszuweichen, ich bin knapp an ihm vorbeigekommen, doch die Runde war kaputt. Ich war sehr froh, dass ich rechtzeitig an Start und Ziel ankam und noch eine Runde weiterfahren konnte, denn in dieser Zusatzrunde konnte ich mich noch einmal verbessern und bin den Jungs an der Spitze ziemlich nahe gekommen."

"Es hat zwar nicht ganz gereicht für die erste Startreihe, doch unsere Pace fürs Rennen passt und wir sind gut vorbereitet. Ich glaube, dass wir vorne mitfahren können", so der Schweizer. "Nach Ende des Trainings kam Renndirektor Mike Webb zu uns in die Box, sodass ich ihm den Vorfall mit Sucipto noch einmal im Detail schildern konnte. Es war wirklich brandgefährlich!"

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