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Sandro Cortese wurde die schnellste Runde im Qualifying aberkannt © FGlaenzel

Sandro Cortese wurde im Qualifying die beste Rundenzeit gestrichen - Deshalb rutscht der Deutsche in Misano auf Startplatz 17 zurück

Frustrierendes Qualifying-Ende für Sandro Cortese: Nach der ersten Freude über den sicher geglaubten elften Startplatz, folgte die Enttäuschung über eine gestrichene Rundenzeit und die 17. Position in der sechsten Reihe. Der Samstag in Misano verwöhnte die Piloten und zahlreichen Zuschauer mit viel Sonnenschein und am Vormittag konnte Cortese im letzten Freien Training bis auf den zehnten Platz fahren. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen für das später stattfindende Qualifying.

Bei fast 40 Grad Asphalttemperaturen kämpfte der Dynavolt Intact GP-Pilot zwar mit Chattering am Hinterrad seiner Moto2-Kalex, dennoch war er schnell unterwegs und fuhr zum Schluss bis auf 0,8 Sekunden an die Spitze heran und wurde auf elfter Position gewertet. Doch die Rennleitung entschied, seine Bestzeit wieder zu streichen und den 23-Jährigen ganze sechs Startplätze zurück auf den 17. Rang zu versetzen. Grund war, dass der Deutsche in einer Kurve neben die Randsteine auf die weiße Linie geraten war und dies als Abkürzung eingeschätzt wurde.

Eine schwierige Situation, die der amtierende Moto3-Weltmeister, der im vergangenen Jahr in Misano in der kleinsten Klasse den Sieg feierte, akzeptieren musste, zumal er nicht der einzige Fahrer war, dessen Rundenzeit gestrichen wurde. Dennoch weiß er, dass er den Speed hat und wird morgen im Rennen wieder angreifen und versuchen, ein Punkte-Ergebnis zu erzielen. "Ich muss die Entscheidung akzeptieren, obwohl ich mir keiner Schuld bewusst bin", sagt Cortese enttäuscht. "Jetzt bin ich optimistisch für das Rennen morgen. Mit dem Arm hatte ich keine Probleme und das Motorrad ist top."

Cortese war gemeinsam mit Teamchef Jürgen Lingg bei der Rennleitung: "Wir haben uns die Aufzeichnung angeschaut und die Situation ist etwas grenzwertig. Ich bin nicht ganz überzeugt von der Entscheidung, weil er eigentlich mit dem Rad auf der weißen Linie war und nicht daneben. Aber wir müssen die Entscheidung akzeptieren. Wir hatten auch das ganze Training über ein paar Probleme mit Vibrationen am Hinterrad. Speziell bei diesen heißen Asphalt-Temperaturen sieht es so aus, dass wir hinten etwas zu viel Grip haben. Das müssen wir versuchen für morgen zu verbessern. Ansonsten war das heute eine Top-Leistung von Sandro."

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