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Scott Redding und Pol Espargaro kämpfen um den WM-Titel in der Moto2 © Ponsracing

Durch seinen Sieg und den sechsten Platz von Scott Redding hält Pol Espargaro die WM-Entscheidung in der Moto2 weiter offen

Nachdem die Waage im WM-Duell der Moto2 zwischen Scott Redding und Pol Espargaro nach dem Rennen in Silverstone schon in Richtung des Briten auszuschlagen schien, meldete sich der Spanier beim Großen Preis von San Marino in Misano eindrucksvoll zurück. Espargaro gewann das Rennen und feierte seinen vierten Saisonsieg. WM-Spitzenreiter Redding ließ als Sechster wertvolle WM-Punkte liegen, wodurch das Titelrennen wieder etwas spannender wird.

Espargaro rang in Misano Takaai Nakagami nieder und fuhr letztendlich ungefährdet zum Sieg: "Vor allem in den ersten fünf Runden musste ich viel Druck machen. In den letzten zehn bis zwölf Runden habe ich dann mehr Vertrauen zum Reifen gefunden." Der Spanier sendete mit diesem Ergebnis nach dem enttäuschenden Rennwochenende von Silverstone, wo er nur Achter wurde, ein wichtiges Lebenszeichen. "An diesem Katastrophe-Wochenende kamen viele Dinge zusammen", blickt er auf Silverstone zurück. "Daher war es wichtig, hier das Vertrauen zurückzugewinnen und wieder an die Spitze gefahren."

Redding hingegen konnte das Tempo der Spitze in Misano nicht mitgehen: "Ich hatte auf der Gegengerade einige Probleme", sagt er. "Nachdem mich die Jungs überholt hatten, war ich im Infield schneller, aber immer wenn ich zu ihnen aufgeschlossen hatte, habe ich auf der Geraden wieder verloren. Am Ende hatte ich keine Reifen mehr übrig und kam deswegen nicht an Aegerter vorbei." Dennoch ist Redding mit Platz sechs nicht unzufrieden.

"Das Gefühl war am ganzen Wochenende nicht gut, und ich weiß nicht einmal, warum. Am Ende bin ich mit dem sechsten Platz zufrieden, denn ich machte in der letzten Runde noch eine Position gut. Nach einem schwierigen Wochenende bin ich damit zufrieden", so der Brite. Im WM-Duell betrieb Redding damit aus seiner Sicht erfolgreiche Schadensbegrenzung: "Er hat nicht so viele Punkte gutgemacht wie ich in Silverstone", sagt er mit Blick auf Espargaro, "aber letztlich bleibt es eng."

Der Spanier will nach seinem Sieg angesichts eines Rückstands von 23 Punkten im ebenfalls weiter angreifen. "Es hat sich nichts geändert. Ich habe immer noch die gleiche Einstellung und werde mit all meiner Kraft um die Meisterschaft kämpfen." Espargaro rechnet vor, dass er weiterhin aus eigener Kraft den Titel gewinnen kann. "Es sind noch fünf Rennen zu fahren. Wenn ich jede Mal fünf Punkte gutmache, bin ich Weltmeister. Ich muss einfach nur vor Scott ins Ziel kommen."

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