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Tom Lüthi kämpft im Aragon mit dem Fahrverhalten seiner Suter © FGlaenzel

Tom Lüthi und sein Team bekommen das Chattering in Aragon nicht in den Griff - Mehr als Position elf war im Qualifying der Moto2 nicht möglich

Tom Lüthi musste sich im Qualifying zum Großen Preis von Aragonien in Alcaniz mit dem elften Rang und einem Startplatz in der vierten Reihe der Moto2 begnügen. Der 27-Jährige aus hatte schon am ersten Trainingstag mit Chattering an seiner Suter MMX2 gekämpft. Nach dem dritten freien Training am Vormittag bauten die Techniker das Motorrad radikal um und erzielten eine deutliche Verbesserung des Fahrverhaltens, weshalb Lüthi auch um rund eine halbe Sekunde schneller fahren konnte als am Vortag.

Noch besseren Rundenzeiten im Motorland Aragon waren jedoch klare Grenzen gesetzt, weil mit zunehmendem Speed auch die Chatteringprobleme zurückkehrten. Die Abstimmungsarbeit geht deshalb im Warmup am Sonntagvormittag weiter, um Lüthis Motorrad so konkurrenzfähig zu machen wie die Maschine seines Markengefährten Nico Terol: Der Spanier eroberte mit einer Rundenzeit von 1:53,812 Minuten die Pole-Position, während Lüthi nur eine Zeit von 1:54,694 Minuten fuhr

"Wir haben das Chattering nicht vollständig in den Griff bekommen. Schon im letzten freien Training habe ich gemerkt, dass noch einiges fehlt", sagt Lüthi. "Wir haben das Motorrad deshalb extrem umgebaut und die Geometrie geändert, was das Fahrverhalten im Qualifying um einen Schritt verbesserte. Von den Rundenzeiten her fehlt nicht viel; zwei oder drei Zehntelsekunden schneller, dann bin ich deutlich weiter vorn."

"Trotzdem brauche ich fürs Rennen auf jeden Fall ein besseres Motorrad, mit dem ich konstanter fahren kann. Jetzt bin ich zu stark am Limit. Das Motorrad lässt zwar mehr Geschwindigkeit zu, ich kann schneller in die Ecken fahren, doch wenn ich noch mehr aufs Tempo drücke, kommt das Chattering, und dann bin ich sofort in Sturzgefahr. Dass das Chattering so schwer aus der Welt zu schaffen ist, überrascht uns. Die Probleme begannen in Brünn, als wir einen neuen Hinterreifentyp erhielten. Seither arbeiten wir daran, mit diesem Reifen besser klar zu kommen", so Lüthi.

"Dass eine Suter hier in Aragon auf der Pole-Position steht, zeigt, dass das Motorrad zu funktionieren scheint - wir haben es nur noch nicht hinbekommen", meint der Schweizer. "Ich kann eine bestimmte Rundenzeit fahren, dann ist Schluss. Wenn ich noch später bremsen, noch härter in die Kurven fahren will, kommt sofort das Chattering, und damit auch das Limit. Fürs Rennen müssen wir versuchen, dieses Limit noch weiter hinauszuschieben."

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