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Marcel Schrötter fuhr im Rennen der Moto2 acht Plätze nach vorne © FGlaenzel

Nach durchwachsenen Trainingstagen in Aragon kam Marcel Schrötter im Rennen der Moto2 als starker Zwölfter ins Ziel

Nachdem sich Marcel Schrötter (Kalex) am Vortag als 20. für die Startaufstellung qualifiziert hatte, waren die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abschneiden beim heutigen Großen Preis der Moto2 von Aragonien in Alcainz) nicht idel. Doch während des Warmup sam Vormittag war bereits ein Aufwärtstrend erkennbar, an den Schrötter im Rennen nahtlos anknüpfen konnte, obwohl der Auftakt überhaupt nicht wunschgemäß gelang. Nach einer Runde nur fand er aber einen guten Rhythmus und startete eine beachtliche Aufholjagd.

Danach hielt er sich für die meiste Zeit des Rennens in jener Gruppe auf, die um Rang neun kämpfte. Im Ziel freute sich Schrötter nach 21 ereignisreichen Runden über Rang zwölf und vier wichtige Punkte für die Meisterschaft. "Endlich hat es wieder einmal mit einem zufriedenstellenden Ausgang eines Grand Prix geklappt. Ich freue mich wirklich über diesen zwölften Rang, nachdem das Wochenende erneut durchwachsen und eher schwierig verlaufen ist", sagt Schrötter.

"Ehrlich gesagt war das Rennen selbst weniger anstrengend, als nach dem 20. Startplatz anzunehmen war. Vielleicht war der Temperaturrückgang ein möglicher Grund dafür. Allerdings begann es denkbar schlecht, da ich den Start total verpatzt habe und im Verlauf der ersten Runde weitere Positionen verlor, anstatt gleich aufzuholen", meint Schrötter. "Im dichten Verkehr war es schwierig Lücken zum Überholen zu finden und zudem dauerte es eine Weile, bis ich meinen Rhythmus finden konnte."

"Ab Runde zwei kam ich besser in Schwung und versuchte meine Vorderleute der Reihe nach zu überholen, was auch relativ locker gelang. In dieser Phase hatte ich Spaß am Fahren und ich konnte sauber meine Linien fahren. Als ich auf Rang 14 nach vorgekommen war, war dann allerdings Schluss mit der Aufholjagd. Ab diesem Zeitpunkt tat ich mir schwer näher an die vor mir fahrenden Piloten heranzukommen. Es fehlte immer ein Stück oder es war schwierig eine passende Gelegenheit zu finden, um einen weiteren Gegner zu schnappen."

"Zum Schluss bin ich fast an Domi (Aegerter) verzweifelt, der in der letzten Kurve jedes Mal eine sehr weite Linie fahren musste, und nachdem ihn Sandro (Cortese) zuvor in diesem Abschnitt mit einem super Manöver ausgetrickst hat, wollte ich es gleichtun. Domi ist allerdings als absoluter Spätbremser bekannt, was mein Unterfangen noch schwieriger machte. Ohne seinen Fast-Sturz in der letzten Runde wäre ich höchstwahrscheinlich nicht vor ihm ins Ziel gekommen."

"Nach diesem ereignisreichen Rennen bin ich in jeden Fall mit diesem Ergebnis zufrieden. Endlich war ich wieder einmal in Lage war um eine Top-10-Platzierung zu kämpfen und außerdem ist es ein um Welten schöneres Gefühl von Position 20 in der Startaufstellung auf zwölf nach vorne zu fahren, als von acht auf 14 zurückzufallen. Aragon war kein einfaches Wochenende, aber es endete mit einem schönen Ausgang und der wichtigste Aspekt dabei ist, dass im Rennen eine deutliche Steigerung gelang, weil ich mich am Motorrad nun wieder um einiges wohler fühle", so Schrötter.

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