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Tom Lüthi kam im Moto2-Rennen von Alcaniz nur zwei Kurven weit © FGlaenzel

Nach zwei Kurven ist das Moto2-Rennen in Aragon für Tom Lüthi zu Ende - Auf kalten Reifen rutscht dem Schweizer das Vorderrad weg

Für Paddock-Pilot Tom Lüthi war der Große Preis von Aragonien in Alcaniz bereits nach zwei Kurven zu Ende. Der 27-Jährige rutschte wenige hundert Meter nach dem Start des Rennens der Moto2 übers Vorderrad ins Aus, weil sich die rechte Reifenflanke nach der Aufwärmrunde und am Vorstart wieder so weit abgekühlt hatte, dass sie keinen optimalen Grip bot. Damit starben die Hoffnungen auf ein Top-Resultat im Motorland Aragon, das durchaus möglich gewesen wäre.

Lüthi und seine Techniker hatten die Chatteringprobleme der Trainingstage rechtzeitig vor dem Rennen behoben, was der Schweizer mit der siebtbesten Zeit im Warm Up-Training am Sonntagvormittag klar unter Beweis gestellt hatte. "Mir ist in der zweiten Kurve des Rennens unter Last das Vorderrad eingeklappt. Wir haben anschließend eine Analyse gemacht, und ich weiß mittlerweile, was den Sturz ausgelöst hat", sagt Lüthi. "Die fragliche Kurve ist die erste Rechtskurve nach langer Zeit, nach Kurve 14 in der Aufwärmrunde."

"Ich denke, dass der Reifen nicht ganz die Temperatur hatte, die ich erwartet hatte. Das ist mir sehr wahrscheinlich zum Verhängnis geworden", meint der Schweizer. "Schade, denn wir haben das Motorrad im Warmup deutlich verbessern können. Ich bin fast die gleiche Zeit gefahren wie in der Qualifikation, das war ein gutes Zeichen. Ich bin der Spitze deutlich näher gekommen und bin überzeugt, dass im Rennen mehr drin gewesen wäre als im Training. Das Gefühl mit dem Motorrad war gut. Jetzt packen wir ein und versuchen unser Glück beim nächsten Rennen in Malaysia erneut."

"Wir haben uns an diesem Wochenende mit dem Abstimmung schwer getan", sagt Teaminhaber Daniel Epp. "Die Abstimmung fürs Rennen war am Ende okay, nicht gut genug, um gewinnen zu können, aber gut genug für die Plätze zwei bis sechs. Das war unser Ziel. Tom hat versucht anzugreifen und schnell nach vorn zu kommen, und das musste er auch. Dass er dabei ins Risiko gegangen ist und stürzte, ist natürlich Pech. Aber so ist der Rennsport - that's racing!"

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