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Jonas Folger (94) eroberte seinen zweiten Podestplatz in der Moto2-Klasse © FGlaenzel

Jonas Folger fährt beim Grand Prix von Italien als Dritter auf das Podest und hat die Spitze immer in Schlagdistanz - Tito Rabat gewinnt vor Luis Salom

WM-Spitzenreiter "Tito" Rabat hat sich seinen dritten Saisonsieg gesichert. Der Kalex-Pilot überquerte die Ziellinie 0,248 Sekunden vor Luis Salom. Jonas Folger (beide Kalex) lieferte in Mugello seine bisher beste Vorstellung in der Moto2 ab und wurde am Ende Dritter. Der Deutsche hatte sich gleich nach dem Start an die Spitze des Feldes gesetzt und den Grand Prix über mehr als die halbe Distanz angeführt.

"Ich habe in der ersten Hälfte des Rennens sehr hart gepusht", berichtet der Moto2-Rookie und fügt hinzu: "Ich sah, dass ich eine Lücke herausfahren und mich etwas absetzen konnte. Ich versuchte einfach, meinen Rhythmus zu halten, aber plötzlich bauten die Reifen ab. Ich hatte Probleme mit meinem Vorderreifen und konnte die Rundenzeiten von Tito und Luis am Ende nicht mehr mitgehen."

"Wir haben noch einige Rennen, in denen wir das Motorrad und meinen Fahrstil verbessern wollen, aber wir können über den dritten Platz in Mugello sehr glücklich sein.", sagt Folger, der das Rennen lange anführte. Als Rabat und Salom allerdings einmal an ihm vorbeigezogen waren, fuhren die beiden Spanier anschließend eine kleine Lücke heraus und machten den Sieg unter sich aus. Rabat hatte dabei einen entscheidenden Vorteil, da er sich für den härteren Hinterreifen entschieden hatte.

"Ich bin sehr glücklich, denn ich hatte ein sehr gutes Rennen", freut sich der Sieger und ergänzt: "Ich habe es sehr genossen und hatte einen guten Start. In den ersten Runden habe ich Salom berührt und bin fast aufs Gras gekommen. Am Ende habe ich mich allerdings verbessert und Salom und Folger überholt. Ich hatte einen tollen Kampf und habe es sehr genossen. Am Ende konnte ich pushen und gewinnen. Ich bin sehr glücklich."

Salom ist mit seinem zweiten Platz ebenfalls zufrieden: "Es ist mein zweites Podium in der Moto2, da kann ich nicht frustriert sein. Ich hatte ein tolles Rennen. Ich glaube, jeder außer Tito hatte den weichen Reifen. In den letzten Runden war ich etwas langsamer, aber ich habe trotzdem nicht aufgegeben. Vier Runden vor Ende habe ich einmal die Front verloren und wäre fast gestürzt. Aber trotzdem kam ich noch einmal an Tito ran. Es war ein unglaubliches Rennen."

Cortese fällt weit zurück

Um Rang vier kämpften am Ende Dominique Aegerter (Suter), Simone Corsi, und Mika Kallio (Kalex). Der Lokalmatador hatte am Ende die Nase minimal vor Aegerter. Kallio, der die vergangenen beiden Rennen jeweils gewonnen hatte, musste sich nach einem durchwachsenen Wochenende in Italien mit dem sechsten Platz zufriedengeben. Johann Zarco (Caterham-Suter) kam knapp hinter dieser Gruppe als Siebter ins Ziel.

Einen völlig verkorksten Sonntag erlebte wieder einmal Sandro Cortese (Kalex). Der Deutsche konnte seinen guten dritten Startplatz erneut nicht umsetzen und landete am Ende mit einem Rückstand von über 15 Sekunden nur auf Platz 13. Auch Sam Lowes (Speed Up), der von Rang zwei gestartet war, konnte seine gute Form nicht mit ins Rennen nehmen und wurde am Ende nur Achter.

Marcel Schrötter (Tech 3), der am Freitag noch gestürzt war, fuhr allen Schmerzen zum Trotz auf einen guten zwölften Platz und sicherte sich damit vier wertvolle Punkte. Tom Lüthi (Suter) stürzte bereits früh im Rennen und muss die Heimreise damit zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Punkte antreten. Seine Landsleute Randy Krummenacher und Robin Muhlauser (beide Suter) kamen ins Ziel, sammelten aber keine WM-Punkte.

Die Plätze neun bis elf gingen an Maverick Vinales, Franco Morbidelli (beide Kalex) und Jordi Torres (Suter), die letzten Zähler nahmen Xavier Simoen (Suter) und Axel Pons (Kalex) auf den Rängen 14 und 15 mit. Für Pons war es der erste Punktgewinn der Saison 2014 überhaupt.

In der Weltmeisterschaft hat Rabat seinen Vorsprung auf seinen Teamkollegen Kallio durch diesen Erfolg wieder ausgebaut. Nachdem der Finne bereits bis auf sieben Punkte herangerückt war, beträgt der Vorsprung nun wieder 22 Zähler. Folger rückte auf Rang sieben nach vorne. Beim nächsten Rennen in Barcelona am 15. Juni wird er die Chance bekommen, sich noch weiter zu verbessern.

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