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Marcel Schrötter verliert auf den Geraden einige km/h auf Teamkollege Cardus © FGlaenzel

Tech 3 sucht fieberhaft nach dem Problem für die niedrigen Top-Speeds bei Marcel Schrötter: Ist eine andere Verkleidungsform die Lösung?

Hohe Spitzengeschwindigkeiten waren beim vergangenen Rennwochenende in Mugello besonders wichtig. Am Ende der Geraden erreichten die MotoGP-Piloten knapp 350 km/h. In den kleineren Klassen war der Top-Speed noch wichtiger. Bis zum Zielstrich konnte perfekt aus dem Windschatten überholt werden. Umso ärgerlicher für Tech-3-Pilot Marcel Schötter ist die Tatsache, dass er beim Top-Speed zurückliegt.

Kalex-Pilot Simone Corsi kam im Rennen auf 286,6 km/h. Tech-3-Teamkollege Ricky Cardus war immerhin 284,1 km/h schnell. Bei Schrötter zeigte die Messung nur 279,5 km/h an. Damit war der Deutsche beinahe fünf km/h langsamer als Cardus, der das gleiche Motorrad fährt. "Wir haben eigentlich keine schlechte Aerodynamik. Im vergangenen Jahr hatten die Tech-3-Piloten immer einen guten Top-Speed und auch bei Ricky stimmt der Top-Speed. Er ist meist immer um einiges schneller als ich", bestätigt Schrötter im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

"Wir wissen nicht genau, woran es liegt und haben uns schon Bilder angesehen, um zu sehen, wie ich auf dem Motorrad sitze. Es schaut sehr gut aus. Deswegen ist es merkwürdig, warum wir meist fünf bis sechs km/h zurückliegen", grübelt Schrötter, der am Dienstag in Mugello testet. "Wir haben bereits ein paar Dinge probiert. Unter anderem haben wir die Zündung umgestellt. Auch bei der Elektronik haben wir nach Verbesserungen gesucht. Es änderte sich aber nichts."

"Ich hoffe, dass wir das Problem noch lösen können. Am Dienstag testen wir ein paar andere Verkleidungen. Vielleicht passt die Verkleidungsform nicht zu meinem Körper", rätselt der Tech-3-Pilot, der nach den ersten sechs Saisonrennen auf Position 14 der Fahrerwertung liegt. Insgesamt 21 Punkte konnte Schrötter bereits mit der Mistral 610 sammeln. Teamkollege Cardus kommt lediglich auf 13 Punkte.

"Ich wusste, dass es schwierig wird. Die Top 10 waren mein Ziel. Das gelang uns bereits. Die zwei Stürze waren aber keine Hilfe. Ansonsten hätten wir mehr Punkte und könnten in der Meisterschaft gut dabei sein", bemerkt Schrötter, der sich nicht auf die Meisterschaft konzentriert und stattdessen gute Einzelleistungen anstrebt, um sich für die Zukunft zu empfehlen.

"Wir müssen gute Leistungen zeigen und ein paar Highlights setzen. Ob wir in der Meisterschaft Elfter oder 13. werden, ist im Grunde egal. Deswegen wünsche ich mir lieber einige herausragende Rennen, bei denen ich ganz vorne mitfahren kann. Es ist bisher nicht schlecht, könnte aber besser laufen. Im Team fühle ich mich sehr wohl. Es ist eines der besten Teams, für das ich bisher fahren konnte", lobt der Moto2-Pilot.

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