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Auf den Geraden ist Marcel Schrötter derzeit zu langsam unterwegs © FGlaenzel

Marcel Schrötter und sein Tech-3-Team konzentrierten sich beim Test in Mugello auf die Höchstgeschwindigkeit

Marcel Schrötter und seine Crew erlebten am vergangenen Dienstag einen positiven Testaufenthalt auf der italienischen Rennstrecke in Mugello, ohne dabei Zeitenjagden in den Vordergrund zu stellen. Der Deutscher hatte nicht lange Zeit, um sich von den Strapazen des Italien-Grand-Prix zu erholen. Nur zwei Tage nach dem zwölften Rang setzten der 21-Jährige und sein Team die Arbeit fort, um die Mistral Moto2-Rennmaschine weiter zu verbessern.

Vor allem wollte man in der Toskana wegen des Nachteils in Sachen Top-Speed aufschlussreiche Informationen sammeln. Als Draufgabe kamen noch dazu konstant starke Rundenzeiten zustande, die Schrötter natürlich Auftrieb für die nächsten Rennen geben.

"Mugello war ein sehr positiver Test", zieht Schrötter Fazit. "Ich kam von Beginn schnell und locker auf starke Rundenzeiten. Im Verlauf des Tages konnte ich mich ständig steigern, was sogar zum Schluss nach dem zweiten kurzen Regenschauer nochmals möglich war. Im Vergleich zum Wochenende waren die Zeiten deutlich schneller, obwohl das im Prinzip gar nicht das Ziel des Tests war. Am Ende gibt es auf jeden Fall ein beruhigendes Gefühl."

"Der Fokus lag jedenfalls darauf, einige Sachen durchzuprobieren und unseren Top-Speed zu verbessern. Bezüglich Letzterem sind wir nicht unbedingt viel weiter gekommen, zumal wir ja keine neuen Teile vor Ort hatten. Es wurden viele unterschiedliche Ideen ausprobiert und einige Dinge modifiziert, um eben zu ergründen, woran es liegt, dass wir diesbezüglich gegenüber der Konkurrenz einen eklatanten Nachteil haben."

"Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und uns wertvolle Trainingszeit geraubt. Es war nämlich auch geplant, teamintern einen Motorradwechsel vorzunehmen, um zu sehen, ob es wirklich nur an mir liegt, wie ich auf dem Motorrad sitze. Im Großen und Ganzen war es jedenfalls ein sehr guter Test. Von den Rundenzeiten her war ich gut dabei, was mir natürlich ein gutes Gefühl für die nächsten Rennen gibt."

"Wie schon am Sonntagmittag zum Zeitpunkt des Rennens machte die verletzte Schulter auch beim Test kaum Probleme. Der Bewegungsablauf wird immer besser, obwohl die Schulterpartie schon noch weh tut. Am Sonntagabend habe ich auf schmerzstillende Mittel verzichtet und in zwei Nächten danach hatte ich ziemlich starke Schmerzen. Von dem her habe ich Dienstagmorgen sicherheitshalber eine Pille geschluckt. Aber mein Zustand bessert sich mit jedem Tag und bis Barcelona habe ich noch eine ganze Woche, um mich weiter zu erholen."

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