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Tom Lüthi konnte am Nachmittag nicht deutlich zulegen © Paddock GP Racing

Trotz vollem Einsatz fährt Tom Lüthi im Moto2-Training in Barcelona nur auf Position elf - Der Schweizer hadert mit der Abstimmung seiner Suter

Die Freude über eine kurze Führung von Tom Lüthi beim ersten freien Training zum Grand Prix von Katalonien war von kurzer Dauer. Denn während der 27-jährige Schweizer schnell das Limit seiner Suter gefunden hatte, konnten sich seine härtesten Rivalen in der Moto2-Klasse kontinuierlich weiter verbessern. Nach einem harmlos verlaufenen Sturz zum Ende der Session war Lüthi auf Platz sechs abgerutscht, am Nachmittag ging die Talfahrt mit dem 13. Rang weiter.

In der Addition beider Trainings liegt Lüthi nach Tag eins mit einer Zeit von 1.48.193 Minuten an elfter Stelle und brütete mit seinem Cheftechniker Alfred Willeke am Nachmittag lange über den Computerdaten, um fürs entscheidende Qualifying auf der 4,7 Kilometer langen Rennstrecke am Samstagnachmittag eine bessere Abstimmung auszutüfteln. Denn die Konkurrenz auf Kalex hatte die Nase klar vorn - vor allem Lokalmatador und WM-Spitzenreiter Esteve Rabat auf Platz eins, der seinem nächsten Verfolger Jonas Folger um eine Dreiviertelsekunde davonfuhr.

"Das Fahren mit dem in Mugello verletzten Ringfinger ist etwas mühsam, weil der Nagel nicht angewachsen, sondern nur mit einem Faden festgebunden ist", klagt Lüthi. "Ich habe von Alpinestars zwar einen Spezialhandschuh mit mehr Platz für diesen Finger erhalten, doch wenn ich ihn bewege, schiebt es den Nagel hin und her, und das zwickt ein bisschen. Aber es geht, es ist fahrbar. Wenigstens kann ich richtig bremsen. Hier in Barcelona ist es allerdings krass, wie uns Tito Rabat alle abhängt. Er fährt auf und davon und wiederholt seine Zeiten konstant. Das ist sehr beeindruckend."

"Wir sind weit weg, wir arbeiten dran, aber wir haben noch einige Probleme zu lösen", meint der Schweizer. "Heute früh hatte ich außerdem einen kleinen Ausrutscher. Es war nicht weiter schlimm, aber der Sturz zeigt, dass ich am Limit unterwegs bin. Ich pushe und versuche alles, weiter nach vorne zu kommen. Schlussendlich ist es wichtig, nicht auf den Rabat zu schauen, sondern mich auf meinen Job zu konzentrieren. Und der ist es, wieder näher an die Spitze heran zu kommen. Es ist schade, dass wir den Test nach dem Mugello-Grand Prix verpasst haben, doch wir richten den Blick nach vorn und arbeiten weiter."

"Heute hat Tom zwei schwierige freie Trainings absolviert. Er ist in beiden voll ans Limit gegangen, wir haben die Abstimmung unserer Suter aber nicht besser hinkriegen können", bestätigt Teambesitzer Daniel Epp. "Im zweiten Training haben wir 1,4 Sekunden auf Rabat verloren, wobei nicht nur Tom, sondern auch die anderen Suter-Fahrer Schwierigkeiten hatten und in der Zeitenliste nun ebenfalls im Mittelfeld stehen. Im Moment stehen wir mit dem Abstimmungsprozess etwas an. Tom ist gefahren wie im Qualifying, konnte seine Zeiten aber nicht verbessern. Jetzt versuchen wir mit dem Input von Suter, für den Samstag weitere Abstimmungsschritte zu machen."

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