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Bisher gab es zwischen Maverick Vinales und Luis Salom keine Reibereien © Ponsracing

Die beiden Moto2-Rookies haben ihre Rivalität aus der Moto3 begraben und spornen sich in der laufenden Saison gegenseitig zu Bestleistungen an

In der vergangenen Saison duellierten sich Luis Salom und Maverick Vinales in der Moto3 um den Titel. Vinales setzte sich beim spannenden Showdown in Valencia durch und stieg als Weltmeister in die Moto2 auf. Dass ausgerechnet Salom bei Pons sein Teamkollege wird, erstaunte die Motorradwelt. Doch bisher harmonieren die beiden ehrgeizigen Spanier gut miteinander.

"Ich denke, es ist ein Vorteil. Die Rivalität zwischen uns beiden spornt uns gegenseitig an, Verbesserungen zu erzielen", schildert Vinales, der bereits bei den Wintertests mit Spitzenzeiten aufhorchen ließ und das zweite Saisonrennen in Austin gewinnen konnte. "Man kann das bereits sehen: Bei nahezu jedem Rennen befinden wir uns an der Spitze, obwohl es eine neue Kategorie ist."

Auch Salom fühlt sich wohl: "Ich wollte unbedingt in einem spanischen Team fahren. Zudem ist es das Weltmeister-Team der vergangenen Saison. Ich finde es gut, dass Maverick mein Teamkollege ist. Ich kann viel von ihm lernen, da er sehr talentiert ist", erklärt der ehemalige KTM-Ajo-Pilot den Kollegen von 'MotoGP.com'. Im Gegensatz zu Vinales hatte Salom keinen guten Start in die Moto2-Saison. In Katar musste sich der Spanier nach einem Zwischenfall durchs Feld kämpfen und kam als 14. ins Ziel, während Vinales das Podium als Vierter knapp verpasste.

In Austin folgte der Sieg von Vinales: "Es half uns dabei, den Druck zu verringern. Wir hatten im Grunde schon ein Saisonziel erreicht", erklärt der Überraschungssieger. Salom hingegen wurde in Kurve eins vom Motorrad gefahren. Doch in Argentinien platzte auch beim bis dahin glücklosen Salom der Knoten: Hinter Esteve Rabat und Xavier Simeon fuhr Salom als Dritter ins Ziel.

"Dieses Podium schenkte mir sehr viel Kraft", betont Salom, der in Mugello einen weiteren Podestplatz holen konnte. Vinales stand zuletzt in Barcelona wieder auf dem Podium. In der Fahrerwertung belegen die beiden Pons-Piloten vor dem Rennwochenende in Assen die Plätze drei (Vinales) und sechs (Salom) und lassen deutlich routiniertere Fahrer wie Tom Lüthi, Nico Terol aber auch Sandro Cortese hinter sich.

Zudem ist die Stimmung in der Pons-Garage meist gut: "Auf der Strecke gibt es keine Freunde. Auch wenn er mein Teamkollege ist, ist er trotzdem mein Gegner", stellt Vinales klar. "Wir haben eine gute Beziehung. Es gibt keine Probleme. Natürlich gibt es Tage, an denen es bei dem einen oder anderen besser läuft. Dann hat man keine Lust, sich zu unterhalten", berichtet Salom. Obwohl die beiden Spanier auf der Strecke gegeneinander kämpfen, werden die Daten untereinander ausgetauscht. "Bei Pons hilft man sich gegenseitig. Doch sobald das Rennen beginnt, muss sich der bessere Fahrer durchsetzen", bemerkt Vinales. Salom fügt hinzu: "Wir teilen die Aufzeichnungen. Es gibt keine Geheimnisse."

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