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"Tito" Rabat überflügelte Dominique Aegerter um 0,151 Sekunden © FGlaenzel

"Tito" Rabat holt sich in Assen seine sechste Pole-Position der laufenden Saison - Dominique Aegerter hält lange Platz eins und muss sich nur knapp geschlagen geben

Der WM-Favorit hat sich auch in Assen im Qualifying durchgesetzt. "Tito" Rabat eroberte mit seiner Kalex bereits die sechste Pole-Position der laufenden Saison. Allerdings hatte der WM-Führende harte Gegenwehr von Dominique Aegerter. Der Suter-Fahrer hielt lange Platz eins und wurde erst in der Schlussphase von Rabat überflügelt. Der Schweizer legte noch nach und kam der Rabat-Zeit von 1:37.311 Minuten bis auf 0,151 Sekunden nahe. Die deutschen Fahrer konnten nicht im Spitzenfeld mitmischen und qualifizierten sich außerhalb der Top 10.

Das Duell Rabat gegen Aegerter bestimmte den bisherigen Verlauf des Wochenendes. Beide Fahrer fuhren einen hohen Rhythmus und haben sich in die Favoritenrolle für den Grand Prix gemacht. Kann der Schweizer am Samstag seinen ersten Sieg feiern? Im Vorjahr stand Aegerter als Dritter auf dem Podest. "Ich kann auch alleine einen guten Rhythmus fahren", zeigt sich der 23-Jährige zuversichtlich. "Ich bin einige schnelle Runden gefahren, das Motorrad fühlt sich auch sehr gut an. Beim Test haben wir das Motorrad verbessern können."

Sein Wunsch für das Rennen ist von Startplatz zwei klar: "Ich hoffe, dass es morgen trocken ist." Der Topfavorit auf seinen fünften Saisonsieg ist Rabat: "Ich bin sehr glücklich, denn wir haben sehr gut gearbeitet. Im letzten Sektor hatte ich einige Mühe, aber wir konnten uns steigern." Im Qualifying war es schließlich trocken. Offen ist, ob es am Samstag regnen wird. "Wir werden sehen, wie das Wetter morgen ist", versucht es Rabat ruhig zu sehen. "Soweit bin ich mit meiner Leistung zufrieden."

Platz drei ging an Moto2-Rookie Sam Lowes. Der Brite hatte 0,363 Sekunden Rückstand und fuhr nach Mugello zum ersten Mal in die erste Startreihe. "Es sieht sehr interessant aus", meint Lowes, der auch auf das Wetter gespannt ist. "Im Regen bin ich mit diesem Motorrad noch nicht viel gefahren. Wir hatten in der vergangenen Woche einen guten Test. Das Motorrad fühlt sich immer mehr wie mein Motorrad an."

Somit starten die drei Fabrikate Kalex, Suter und Speed Up aus der ersten Reihe. Mika Kallio (Kalex), der in der WM Zweiter ist, eroberte Startplatz vier. Der Japaner Takaaki Nakagami und der Italiener Simone Corsi (beide Kalex) folgten als Fünfter und Sechster. Die Plätze sieben bis neun in Reihe drei gingen an Johann Zarco (Caterham-Suter), Maverick Vinales (Kalex) und Ricky Cardus (Tech 3).

Für die Deutschen im Feld war es kein erfolgreiches Qualifying: Jonas Folger stürzte schon nach 15 Minuten in Kurve neun von seiner Kalex. Somit konnte er nicht im entscheidenden Moment angreifen und wurde auf Platz 21 durchgereicht. Sandro Cortese (Kalex) wurde 14., Marcel Schrötter fuhr mit seiner Mistral des Tech-3-Teams auf Rang 16.

Mit Ausnahme von Aegerter war es auch für die weiteren Schweizer kein erfolgreicher Tag: Tom Lüthi muss in den Niederlanden noch mit dem alten Suter-Chassis fahren und belegte Startposition 17. Randy Krummenacher (Suter) wurde 26. Robin Mulhauser stürzte in der Schlussphase. Dabei fing seine Suter Feuer. Dem Rookie ist aber nichts passiert. Der Grand Prix über 24 Runden startet am Samstag um 12:20 Uhr MESZ.

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