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Tom Lüthi verbesserte sich erst in den Schlussminuten des Qualifyings © pacepix.com

Nach einer missglückten Abstimmungsänderung sichert sich Tom Lüthi in den letzten Minuten des Qualifyings Startplatz acht in der Moto2 auf dem Sachsenring

Mit einem starken Endspurt sicherte sich Tom Lüthi beim Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring den achten Platz in der Moto2-Startaufstellung. Auf der Suche nach zusätzlichem Hinterradgrip testete der Star des Teams Paddock zu Beginn der Qualifikation am Samstagnachmittag eine weitere Abstimmungsvariante. Weil sie nicht den gewünschten Effekt erzielte, wurde das Motorrad danach wieder zurückgebaut.

Dabei stand auch ein aufwendiger Wechsel des Federbeins auf dem Programm, weshalb Lüthi rund zehn Minuten in der Box zubrachte und am Zeitenmonitor beobachten musste, wie er bis auf Rang 21 zurückrutschte. Als die Suter wieder fahrbereit war, katapultierte sich Lüthi kurzfristig auf Rang fünf. Dass er am Ende noch drei Positionen abrutschte, ist angesichts der geringen Zeitabstände zwischen den Topfahrern nur ein kleiner Schönheitsfehler - zur Pole-Position fehlten Lüthi am Ende gerade einmal vier Zehntelsekunden.

"Es ist sehr eng bis nach ganz vorne, und natürlich ist es schade, dass ich mich nicht wenigstens noch ein kleines bisschen verbessern konnte", meint der Schweizer. "Aber wir wissen aus der Vergangenheit, dass es am Sachsenring immer so eng zugeht. Ich hatte mächtig Probleme am Anfang, denn wir haben ein komplett anderes Setup probiert, das nicht wie erhofft funktionierte. Deshalb mussten wir umbauen."

"Die Jungs haben einen sehr, sehr guten Job gemacht, das Motorrad im Training immer wieder modifiziert, und am Ende hat es deutlich besser funktioniert. Deshalb bin ich insgesamt happy", so Lüthi. "Der achte Startplatz ist zwar nicht das Tüpfelchen auf dem i, das ich mir gewünscht hätte, doch er ist eine Ausgangsbasis, mit der ich arbeiten kann. Am Grundproblem der harten Gummimischungen fürs Hinterrad hat sich nichts geändert, und natürlich hätte ich lieber einen weicheren Hinterreifen, der mehr Grip aufbaut. Aber ich denke, ich komme klar damit!"

"Wir haben an diesem Wochenende ein weiteres Mal versucht, Tom mit Abstimmungsmodifikationen mehr Grip zu geben, haben aber irgendwann feststellen müssen, dass wir an eine Grenze stoßen und von der Technik her einfach mehr nicht geht", sagt Teambesitzer Daniel Epp. "Tom hat dann noch diesen guten achten Startplatz gerettet. Der Rückstand auf Platz eins ist relativ klein, und deshalb denken wir, dass im Rennen trotz des nicht ganz einfachen Trainingsverlaufs sehr viel möglich sein wird."

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