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Moto2-Rookie Luis Salom konnte im Rennen zehn Positionen gutmachen © pacepix.com

Rookie Luis Salom fährt beim Rennen am Sachsenring als 14. zwei WM-Punkte ein und geht mit einem guten Gefühl in die Sommerpause

Der Sachsenring ist für Rookies einer der schwierigsten Kurse im Kalender. Auch Luis Salom erkannte das während des Rennwochenendes in Hohenstein-Ernstthal. Der Spanier kämpfte sich im Rennen von Startplatz 24 bis in die Punkteränge und wurde auf Position 14 gewertet. Dadurch geht der Pons-Pilot als WM-Siebter mit 60 Punkten in die wohlverdiente Sommerpause.

"Das Wochenende begann eigentlich gar nicht so schlecht. Jedoch wurde es am Samstag um einiges komplizierter, als ich betreffend der Rundenzeiten nicht jenen Schritt machen konnte wie die Konkurrenz und demzufolge das Qualifying komplett daneben ging. Wir mussten von Startplatz 24 in das Rennen gehen, was in dieser Kategorie von Haus aus ein Horror ist", berichtet Salsom. "Und noch dazu auf einer kurvenreichen, engen Piste, wie es der Sachsenring ist."

"In der Anfangsphase ist mir gleich noch ein Fehler passiert, als ich am Ende der Geraden Sam Lowes überholen wollte. Es war nicht genug Platz und ich habe sein Motorrad berührt. Dabei wurde der Kupplungshebel verbogen", schildert der Kalex-Pilot. "Zum Glück bin ich beim Ausritt ins Kiesbett nicht gestürzt und konnte das Rennen fortsetzen."

"Es dauerte nicht allzu lange nach diesem Zwischenfall, bis ich endlich in einen halbwegs vernünftigen Rhythmus gekommen bin und nach und nach Positionen aufholen konnte. An diesem Wochenende machte ich meine ersten Erfahrungen mit der Moto2 auf dem Sachsenring. Angesichts der Umstände am Start können wir mit dem Erreichten zufrieden sein. Wir haben als Team wieder gute Arbeit geleistet", bilanziert Salom.

Manager Marco A. Rodrigo wusste bereits vor dem Wochenende, dass es am Sachsenring nicht einfach wird: "Diese Piste ist ein eigenes Kapitel: Der Sachsenring ist eben der Sachsenring und mit keiner anderen Rennstrecke vergleichbar. Vor allem der erste Sektor mit dem endlos langen Kurven-Geschlängel durch das Omega ist einzigartig. Man hat gesehen, dass es ein Rookie hier unglaublich schwer hat", erklärt er.

"Nicht nur Luis, sondern auch Maverick Vinales, Jonas Folger und Sam Lowes kämpften mit den gleichen Problemen", analysiert Rodrigo. "Ohne zuvor mit einer Moto2 hier gefahren zu sein, kann man diesen Nachteil gegenüber den erfahrenen Assen an den Trainingstagen nicht aufholen. Luis hat dann gleich nach dem Start möglicherweise eine bessere Platzierung verspielt, als er sich an einem Gegner vorbeipressen wollte. Aus eigener Kraft hat er dann doch noch als 14. zwei Punkte mit nach Hause genommen. Das ist nicht schlecht, aber die Bilanz fällt trotzdem mit gemischten Gefühlen aus."

"Er hatte im Rennen nie die Gelegenheit einem schnellen Fahrer zu folgen und so die Geheimnisse des Sachsenrings kennenzulernen. Die erste Saisonhälfte ist trotzdem allemal sensationell verlaufen und ich hoffe das Beste für ihn, dass er nach der Sommerpause von den Erfahrungen dieses Wochenendes weiter profitieren wird", berichtet der Manager des jungen Spaniers.

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