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Pole-Position und Sieg: Luis Salom ist perfekt in die neue Saison gestartet © FGlaenzel

Luis Salom setzt sich beim Saisonauftakt in Katar in einer Fünfergruppe durch und feiert den Sieg - Jonas Folger verpasst knapp das Podest und wird Fünfter

Im ersten Moto3-Rennen der Saison entwickelte sich ein enger Fünfkampf an der Spitze. Die vier Spanier Luis Salom, Alex Rins, Alex Marquez und Maverick Vinales lieferten sich einen engen Schlagabtausch. In der letzten Runde machte KTM-Werksfahrer Salom alles richtig und holte sich den ersten Saisonsieg. Dahinter wurde Vinales knapp vor Rins Zweiter. Marquez komplettierte den Vierfachsieg für KTM. Der Deutsche Jonas Folger war mit seiner Kalex-KTM immer in der Spitzengruppe zu finden, doch er konnte kein entscheidendes Manöver setzen und fuhr als Fünfter über die Ziellinie.

Nach der Pole-Position feierte Salom mit dem Sieg den perfekten Einstand im Team von Aki Ajo. "Es war sehr hart. Wir waren viele Fahrer in der Gruppe. Wir haben zusammen gute Arbeit geleistet", kommentiert der Vizeweltmeister. Über dem Siegerpodest wehten schließlich nur spanische Flaggen im Licht der Flutlichtanlage. "Sehr gut", freut sich Vinales über sein erstes KTM-Rennen. "Wir waren im Rennen sehr schnell. Doch die Schmerzen waren im ersten Teil des Rennens zu stark. Doch später wurde es besser", spricht er die Schmerzen in seinem operierten Finger an.

Rins musste sich Vinales im Photofinish noch geschlagen geben, doch er war auch mit Platz drei zufrieden. "Ich bin sehr froh. Das Rennen war sehr anstrengend. Doch mein Team und ich haben übers Wochenende sehr hart gearbeitet." Lediglich Folger holte aus deutscher Sicht WM-Punkte. Die drei Nachwuchsfahrer Philipp Öttl, Toni Finsterbusch und Florian Alt kamen außerhalb der Punkteränge ins Ziel. Das Rennen war geprägt vom engen Fünfkampf an der Spitze. 18 Runden mussten absolviert werden, bevor die drei Spanier jubeln durften.

Als die Lichter der Startampel ausgingen, preschten 32 Fahrer auf die erste Rechtskurve zu. Salom nutzte seine erste Pole-Position perfekt und ging sofort in Führung. Folger war dahinter, doch in den ersten Kurven verlor er wieder einige Plätze. Im Laufe der ersten Runde schnappte sich Rins die Spitze. Am Ende der ersten Runde führte Rins vor Salom, Vinales und Folger. Alle Fahrer waren gut durch die ersten Kurven gekommen und es gab keinerlei Stürze. Lediglich am Ende der ersten Runde legte Niccolo Antonelli seine FTR-Honda ins Kiesbett.

In der Anfangsphase setzte sich das Top-Quartett sofort leicht von den Verfolgern ab, die von Miguel Oliveira (Mahindra) angeführt wurden. Marquez machte aus dem Quartett an der Spitze ein Quintett. Pech hatte Alan Techer (TSR-Honda), denn nach den guten Trainingsvorstellungen war sein Rennen nach drei Runden durch Sturz schon vorbei. Im Laufe des ersten Rennviertels brach die Spitzengruppe etwas auf. Rins und Salom hatten nach fünf Runden einen Vorsprung von einer Sekunde auf Vinales, Folger und Marquez.

Folger wollte die beiden Spanier an der Spitze aber nicht ziehen lassen, er überholte Vinales und fuhr die Lücke auf Rins und Salom innerhalb einer Runde wieder zu. Das Quartett lag wieder dicht beisammen. Folger musste mit der Kalex-KTM gegen vier KTM kämpfen. Bei Rennhalbzeit lag der Deutsche am Ende dieser Fünfergruppe. Er musste sich strecken, um den Anschluss zu halten. Speziell Salom, Rins und Marquez schenkten sich an der Spitze nichts und überholten sich mehrmals.

Entscheidung in der letzten Runde

In den letzten Runden wurde der Kampf härter. Teilweise fuhren sie zu viert nebeneinander die Zielgerade entlang. Zwei Runden vor Schluss schnappte sich Vinales die Führung, nachdem er sich lange zurückgehalten hatte. Die Positionen wechselten aber ständig. Salom ging als Führender in die letzte Runde, gefolgt von Vinales. Salom gab alles und baute sich eine Lücke von zwei, drei Motorradlängen auf Vinales auf. Das war auch die Entscheidung, denn im Windschatten konnte er aus der letzten Kurve nicht mehr überholt werden.

Für den Vizeweltmeister war es ein perfekter Einstand im KTM-Wersteam: Pole-Position und Sieg. Dahinter wurde es noch spannend um die letzten Podestplätze. Rins griff Vinales auf der Zielgeraden im Windschatten an, doch Vinales behielt hauchdünn die Nase vorne und wurde Zweiter. Marquez rollte als Vierter über die Ziellinie. Folger startete die Saison mit Platz fünf. Er konnte mit der Spitzengruppe mitfahren, aber keine entscheidenden Manöver setzen. Speziell auf der langen Zielgeraden war Folger zu langsam.

"Ich konnte nicht mehr im Windschatten fahren - das war das große Problem", sagt Folger. "Ich kam beim Bremspunkt nicht mal ansatzweise in die Nähe der anderen Fahrer. Wir haben das Beste gegeben. Wir müssen die Leistung noch etwas in den Griff bekommen." In der ersten Verfolgergruppe setzte sich Zulfahmi Khairuddin (KTM) gegen Oliveira mit der neuen Mahindra, die von Suter gebaut wird, durch und wurde Sechster.

Arthur Sissis (KTM) verlor in der Schlussphase etwas den Anschluss an dieses Duo und belegte Platz acht. In der nächsten Gruppe kämpften vier Mann um die neunte Position. Schließlich setzte sich Niklas Ajo (KTM) gegen Efren Vazquez (Mahindra), Danny Webb (Suter-Honda) und Brad Binder (Suter-Honda) durch. Honda hatte klar das Nachsehen gegen KTM. Zehn Sekunden dahinter kam die nächste Gruppe über die Ziellinie. Jasper Iwema (Kalex-KTM) wurde 13., gefolgt von Alexis Masbou (FTR-Honda) und Romano Fenati (FTR-Honda).

Jack Miller (FTR-Honda) ging als 16. leer aus und holte keine WM-Punkte. Eine starke Aufholjagd zeigte Rookie Philipp Öttl (Kalex-KTM). Im Laufe des Rennens machte der Deutsche Platz um Platz gut und kam schließlich als 17. ins Ziel. Damit führte er die nächste Gruppe an, in der auch Toni Finsterbusch (Kalex-KTM) auf Platz 19 einlief. Bei Rookie Florian Alt (Kalex-KTM) brachen die Rundenzeiten am Ende ein und er sah die karierte Flagge als 25. Der nächste Grand Prix findet am 21. April in den USA (Austin) statt.

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