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In den Kurven top, auf der Geraden nicht: Jonas Folger war in Katar zu langsam © FGlaenzel

Platz fünf zum Auftakt: Aspar-Pilot Jonas Folger kämpft bis ins Ziel wacker in der Spitzengruppe und erzielt dabei einen neuen Streckenrekord

Um 19:00 Uhr Ortszeit wurde am Sonntagabend in Katar der erste Moto3-Grand-Prix des Jahres gestartet. Bei besseren Bedingungen als an den Trainingstagen zeigten die Fahrer der kleinsten Grand-Prix-Klasse ein unterhaltsames Rennen. Die vier Erstplatzierten in der Startaufstellung enteilten der restlichen Meute sobald die Lichter der Startampel ausgegangen waren. Mit zunehmenden Rennverlauf wurde das Tempo an der Spitze wesentlich schneller, indem das Quartett konstant 2:07er-Rundenzeiten auf den immer noch mit Sand verschmutzten Asphalt knallte.

Damit war man sogar flotter unterwegs als die Bestzeiten der Trainings und dem Zeittraining. Alex Marquez konnte überraschend zur Spitzengruppe aufschließen und mit dem jüngeren Bruder von Marc Marquez kämpften schließlich fünf Piloten um den Tagessieg in Katar, nachdem zunächst nur ein Vierkampf erwartet wurde. Am Ende des Abendkrimis in der Wüste schnappte sich Polesetter Luis Salom den ersten Saisonsieg, gefolgt von Maverick Vinales und Alex Rins.

Jonas Folger eröffnete sein Punktekonto mit elf Zählern beim ersten Rennen des Jahres. Der Aspar-Pilot gehörte über die gesamte Renndistanz zur Spitzengruppe. Folger war am Renntag eigentlich für größere Taten eingestellt, doch alle Anstrengungen mit coolen Ausbremsmanövern brachten nicht den gewünschten Erfolg. Auf der langen Start-Ziel-Geraden des Losail Circuit wurde er zur leichten Beute seiner Gegner. Folger fuhr schließlich auf Rang fünf ins Ziel, nachdem er in Runde sechs in 2´06.839 einen neuen Rundenrekord erzielte.

"Das Wochenende war einfach fabelhaft. Alle Trainingssitzungen sind gut verlaufen und ich war immer in den Top-Positionen. All diese Faktoren sorgten für eine großartige Stimmung vor dem Rennen", fasst Folger zusammen. "Das Setup war perfekt, ich war zuversichtlich und zudem war auch mein Start optimal. Zunächst hielt mich hinter der Spitzengruppe etwas zurück, um die Lage zu beobachten. Leider musste ich nach einigen Runden feststellen, dass es kaum möglich war, am Ende der Geraden im Windschatten zu folgen und ich habe jede Menge an Boden verloren."

"Ehrlich gesagt kenne ich den Grund nicht dafür: in den Kurven waren wir gleich schnell wie die anderen und auf der Bremse konnte ich meine Gegner abfangen, aber auf der Geraden war ich hilflos", so der junge Bayer. "Am Ende hat es nur zu Platz fünf gereicht. Ich hatte mehr erwartet, aber ich bleibe gelassen, denn wir haben im Verlauf des gesamten Wochenendes unser Bestes gegeben. Auch heute gehörten wir bis zum Schluss zur Spitzengruppe. Wir werden jetzt im Detail analysieren, ob möglicherweise etwas vorgefallen war, damit wir uns beim nächsten Rennen in einer besseren Situation befinden."

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