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Jonas Folger erkämpfte sich in der letzten Runde den sechsten Platz © FGlaenzel

Beim Rennen in Silverstone holt Jonas Folger Platz sechs - Fehlgriff beim Setup ermöglicht kein gutes Gefühl für das Limit der Kalex-KTM

Wie zuletzt in Brünn bildete das Moto3-Rennen in Silverstone zum zweiten Mal in Folge den Abschluss des Renntages. Um 14:30 Ortszeit wurde der Grand Prix gestartet und Pole-Setter Maverick Vinales versuchte sofort, sich vom Feld abzusetzen. Doch Alex Rins, Luis Salom und Alex Marquez klemmten sich umgehend ans Hinterrad des Spaniers, bis ein wilder Kampf um die Führungsposition im Rennen entbrannte.

Jeder dieses Quartett genoss gleich mehrere Male den Platz an der Sonne und das Rennen über 17 Runden hatte noch einiges an Dramatik zu bieten. Quasi als Draufgabe wurde von Rins ein neuer Rundenrekord in 2:14.093 Minuten erzielt. In den letzten zwei Runden übernahm der aktuelle WM-Führende Salom das Zepter und gewann schließlich vor Rins, gefolgt von Marquez.

Hinter der Spitzenqruppe bildete sich mit Jonas Folger, Miguel Oliviera, Jack Miller und Alexis Masbou ein Quartett, das mit beinharten Positionskämpfen über die gesamte Renndistanz den Führenden nichts nachstand. Kalex-KTM-Pilot Folger hatte einen guten Start, dank dem er seine Startposition zunächst halten konnte, aber bald darauf feststellen musste, dass er dieses Mal nicht in den Kampf um das Podium eingreifen kann - so wie er es vor einer Woche in Brünn zeigte.

Eine Änderung an der Abstimmung kurz vor dem Rennen machte sich nicht bezahlt, um damit Grip-Probleme am Hinterrad zu lösen und das Rennen wurde für Folger zu einer schwierigen Aufgabe. Zu allem entschlossen, machte er in der letzten Runde noch zwei Positionen gut, bevor er schließlich als Sechster die Ziellinie überquerte. Mit den heutigen zehn Punkten bleibt er weiterhin auf Rang vier der Gesamtwertung.

"Heute wollte ich eigentlich ein gutes Rennen fahren. Vom Start weg habe ich ordentlich gepusht und konnte mich gleich in der Spitzengruppe einnisten. Aber bald darauf musste ich feststellen, dass irgendetwas nicht stimmte", berichtet der Aspar-Pilot. "Gestern erarbeiteten wir ein sehr gutes Setup und erhofften uns für heute eine bessere Konstanz. Aber vor dem Start nahmen wir eine letzte Änderung vor, indem wir versuchen wollten mehr Grip am Hinterreifen zu bekommen. Es stellte es allerdings heraus, dass es ein Fehlgriff war."

"Es war nur eine geringfügige Änderung, aber leider nicht erfolgreich. Ich war überrascht, denn das Motorrad hat bis zu diesem Zeitpunkt das ganze Wochenende einwandfrei funktioniert und ich hatte die Hoffnung, heute vorne mitmischen zu können, aber leider ist das nicht eingetreten. Von Beginn an des Rennens fühlte sich das Bike eigenartig an; ich konnte das Limit nicht finden und ich wollte auf keinen Fall einen Sturz riskieren", so Folger.

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