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Hauchdünner Sieg: Nur 0,049 Sekunden trennten Luis Salom und Alex Rins © FGlaenzel

Beim Grand Prix von Großbritannien setzt sich Luis Salom erneut gegen die starke Konkurrenz in der Moto3 durch und erhöht den WM-Vorsprung auf 26 Punkte

KTM-Werkspilot Luis Salom gewann auf dem historischen Kurs in Silverstone das elfte Saisonrennen mit der gleichen Strategie wie immer, nämlich als er das rennentscheidende Überholmanöver in der vorletzten Runde in Angriff nahm und danach seine Position bis zur Ziellinie mit allen Mitteln geschickt verteidigte. Abgesehen davon, dass Salom der in Indianapolis erlittene Bruch der linken Ferse weiterhin behindert, war er dieses Mal allerdings aus einem anderen Grund der Held des Moto3-Rennens.

Der KTM-Pilot verstand es hervorragend, die besprochene Taktik im Rennverlauf umzusetzen. Nach dem Qualifying am Vortag war zu erwarten, dass wegen dem schnellen und flüssigen Streckenlayout in Silverstone die Spitzengruppe aus mehr Fahrern bestehen wird als sonst. Von dem her hatte er den Auftrag von Beginn an mit schnellen Rundenzeiten die Gruppe ganz vorne möglichst klein zu halten.

Nachdem sich Salom mit seinen altbekannten Gegnern in Form von Maverick Vinales, Alex Rins und Alex Marquez vom Rest des Feldes abgesetzt hatte, deckte er kurz nach Halbzeit der Renndistanz erstmals seine Karten auf und gewann schließlich mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,049 Sekunden vor Rins, gefolgt von Marquez. Mit seinem sechsten Saisonsieg baute Salom die Führung in der Meisterschaft auf 26 Punkte aus.

Salom lobt die Teamarbeit

"Ehrlich gesagt, dieses Rennen war unglaublich hart, obwohl wir gut vorbereitet waren und das gesamte Wochenende ziemlich reibungslos verlief", bemerkt Salom. "Gegen Ende des Rennens war es immens wichtig noch einmal alle Reserven abzurufen und bis ans Limit zu pushen, und unsere Rechnung ist voll aufgegangen. Diese zwei Siege in Folge sind sehr wichtig für mich, in erster Linie natürlich schon wegen dem Sturz in Indianapolis."

"Uns war klar, dass Brünn und Silverstone viel an Bedeutung für die Meisterschaft haben werden und umso glücklicher sind wir jetzt, nachdem wir in beiden Rennen hervorragende Resultate erzielt haben. Ich möchte an das gesamte Team und meinem Umfeld ein riesengroßes Dankeschön für all die harte Arbeit aussprechen, die sie für mich tun. Jetzt folgen mit den Rennen in Misano und Aragon zwei weitere Kurse, die ich über alles liebe", so der Spanier.

Reichen Salom jetzt zwei Plätze?

"Luis hat hier in Silverstone einen sensationellen Job abgeliefert", lobt Manager Marco A. Rodrigo. "Er war über die Dauer des gesamten Wochenendes sehr schnell und im heutigen Rennen zeigte er eine umso clevere Leistung. Wie abgesprochen hat er vom Start weg richtig hart gepusht, um die Spitzengruppe zu minimieren. Das ist ihm perfekt gelungen, denn nach ein paar Runden war die Gruppe auf vier Fahrer geschrumpft und er hatte es nur mit den altbekannten Konkurrenten zu tun."

"Bis zur Schlussphase hat er seine direkten Gegner genauestens studiert und die am besten geeignetste Stelle für die Attacke aussondiert. Als er dann die Führung übernommen hatte, setzte Luis die besprochene weitere Taktik perfekt um, nämlich andere Linien zu wählen, in jedem Kurveneingang die Tür geschlossen zu halten, voll am Gasgriff zu drehen und am Ende hat er verdient gewonnen", schildert der Manager.

"Dieser Auftakt nach der Sommerpause ist natürlich genial, zumal er den Ausrutscher in Indianapolis mit zwei Rennsiegen kompensieren konnte. Für die restlichen sechs Rennen gilt es nun ruhig zu bleiben, vor allem nicht zu stürzen und wir hoffen natürlich, dass alles gut gehen wird", erklärt Rodrigo. "Luis muss nicht mehr unbedingt jedes Rennen gewinnen, sondern vielmehr versuchen mit möglichst vielen Punkten an jedem Wochenende die Führung zu verteidigen."

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