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Jonas Folger eroberte in Misano die zweite Pole-Position der Saison 2013 © FGlaenzel

Jonas Folger steigert sich in Misano kontinuierlich, fährt im Qualifying auf die Pole-Position und fühlt sich auch für das Rennen bei allen Bedingungen gut gerüstet

Nach einigen schwierigen Rennen präsentiert sich Jonas Folger (Kalex-KTM) beim Großen Preis von San Marino in Misano bislang in Bestform. Der Schwindegger steigerte sich während der Trainingssitzungen kontinuierlich. Der vorläufige Höhepunkt war das Qualifying der Moto3, wo Folger das in dieser Saison scheinbar übermächtige spanische Trio Maverick Vinales/Luis Salom/ Alex Rins bezwang und die Pole-Position eroberte.

Mit einer Zeit von 1:42,707 Minuten war Folger 61 Tausendstelsekunden schneller als Rins, Vinales war fast eine halbe Sekunde langsamer. Für Folger bestätigte sich damit ein Trend. "Es ist wirklich schwierig gegen die drei spanischen Fahrer zu kämpfen. Wir hatten bei einigen Rennen Schwierigkeiten, kommen jetzt aber langsam zurück", sagte der 20-Jährige. "Vor allem hier in Misano haben wir uns von Anfang an auf unsere eigenen Rundenzeiten konzentriert und das Motorrad Schritt für Schritt verbessert."

Im Vergleich zum Freitag verbesserte sich Folger um mehr als eine Sekunde, und das ohne große Änderungen an der Abstimmung seiner Kalex-KTM. "Ich denke, dass ich einfach mehr Vertrauen ins Motorrad gefunden habe. Wir haben gestern geschaut, wo ich verliere und was ich fahrerisch verbessern kann. Und das habe ich umgesetzt", stellt der Deutsche die fahrerische Komponente in den Vordergrund. "Das war der springende Punkt."

Auf seiner schnellsten Runde bekam Folger dann auch noch bayerische Schützenhilfe durch Philipp Öttl: "Der Philipp war ziemlich flott unterwegs. Ich bin ihm dann hinterhergefahren und bin wirklich nicht einfach an Philipp herangekommen. Ich habe gemerkt, dass er einen guten Windschatten gibt, und in den Kurven hat er mich nicht behindert. So habe ich einen tollen Windschatten bekommen und konnte eine super Zeit fahren", berichtet Folger

Hinsichtlich der Reifen startet der Bayer unbesorgt ins morgige Rennen. "Wir hatten auf einem Reifen 23 Runden runter und sind hohe 43er Zeiten gefahren, von daher war das ziemlich in Ordnung mit dem normalen Reifen. Ich bin im Qualifying mit dem weichen Reifen gefahren, aber ich denke, dass die Balance mit dem Standardreifen stimmt. Deswegen sollte der Reifen morgen nicht schlechter ausschauen als bei den KTM."

Im Rennen wäre Polesetter Folger einer Solo-Flucht nicht abgeneigt - wenn auch nicht um jeden Preis. "Wenn sich die Möglichkeit ergibt, werde ich es versuchen. Aber ich werde es nicht bis zum Schluss versuchen, wenn ich merke, dass ich es nicht schaffe. Ich werde schauen, dass ich dann ein bisschen mit Köpfchen fahre und schaue, was die anderen machen, wo die Schwachpunkte der anderen Fahrer sind. Den Rest werde ich mir für die letzte Runde aufheben", sagt der 20-Jährige, der sich auch im Schlussspurt gute Chancen ausrechnet. "Mein letzter Sektor ist recht gut. Damit kann ich in der letzten Runde angreifen."

Auch das für morgen vorhergesagte wechselhafte Wetter mit möglichen Regenschauern treibt Folger keine Sorgenfalten auf die Stirn. "Wenn es regnen sollte, machen wir uns auch keine Sorgen. Aber natürlich wäre es uns lieber, wenn es trocken ist, weil wir wissen, dass es funktionieren wird. Wenn es regnet sind wir auch gut aufgestellt. Bei kalten Bedingungen sind wir auch flott unterwegs."

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