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Rookie Philipp Öttl fuhr in Misano zum ersten Mal in seiner Karriere in die Top 10 © FGlaenzel

Rookie Philipp Öttl erobert in Misano das beste Ergebnis seiner Grand-Prix-Karriere - Der Deutsche fährt ein starkes Rennen und wird Neunter

Philipp Öttl (Kalex-KTM) eroberte beim Grand Prix von San Marino sein bestes Karriereergebnis. Der Deutsche kam nach einem guten Start sofort nach vor in die Top 10 und fuhr über weite Strecken ein einsames Rennen als Neunter. In der Schlussphase kam noch der Italiener Romano Fenati (FTR-Honda) stark auf, doch Öttl wehrte alle Angriffe ab und war somit erstmals in seiner Karriere in den Top 10. "Es war ein sehr, sehr gutes Rennen", freut sich das deutsche Nachwuchstalent bei 'Motorsport-Total.com'. "Mein Start war gut und ich habe mich sofort an einigen Fahrern vorbeischieben können."

"Dann war ich relativ sicher auf dem neunten Platz unterwegs. In der Anfangsphase habe ich schon Druck gemacht, damit ich an die Gruppe vor mir etwas herankomme. Sie hatten aber Windschatten und es war für mich nicht ganz leicht. Zum Schluss habe ich noch versucht, mich gegen die Hinterleute zu wehren. Ich habe alles gegeben und es ist sich auch noch ausgegangen. Mit dem bin ich recht zufrieden."

Schon im Laufe seiner Rookie-Saison war zu bemerken, dass Öttl ein guter Starter ist. Meistens macht er in der ersten Runde gleich einige Positionen gut. Das war auch in Misano der Fall, wo er von Startplatz 13 losgefahren war. "Ich bin beim Start gut durchgekommen, habe nur einmal ein wenig aufmachen müssen, aber keine Plätze verloren sondern gewonnen. Ich habe dann versucht mich Stück für Stück nach vor zu fahren. Die ersten Kurven und ersten Runden waren schon sehr gut", so Öttl.

"In den ersten fünf bis sieben Runden habe ich gepusht und dann auf der Boxentafel gesehen, dass mein Vorsprung schon mehr als drei Sekunden betragen hat. Ich wollte den Vorsprung vergrößern, was bis über die Rennhälfte gut funktioniert hat. Am Ende fehlt mir noch etwas die Erfahrung, aber die habe ich in diesem Rennen und auch schon in den Rennen davor gesammelt. Das wird mir in Zukunft sicher helfen."

Über weite Strecken war Öttl auf sich alleine gestellt und musste seinen eigenen Rhythmus halten. "Die Konzentration zu halten war gar nicht so leicht. Ich habe aber mit meinem Trainer sehr viel darüber gesprochen. Das hat mir sicher in diesem Rennen in den letzten Runden geholfen." Speziell in den letzten vier Runden wurde es spannend, denn Fenati holte mit großen Schritten auf und verkürzte die Lücke von vier Sekunden.

Über die Ziellinie rettete Öttl zwei Zehntelsekunden. "Ich habe es gesehen und es war nicht ganz so toll. Ich habe mein Bestes gegeben und ich konnte eine bessere Leistung abrufen. Deshalb bin ich vor ihm geblieben", meint der Rookie über die spannende Schlussphase. "Ich freue mich sehr, dass ich jetzt vorne mitmischen konnte. Das wird wahrscheinlich nicht immer der Fall sein, aber ich hoffe, dass ich die Leistung immer öfter abrufen kann."

Weiter geht es in zwei Wochen im Motorland Aragon. "Die Strecke kenne ich sehr gut von der Spanischen Meisterschaft und vom Rookies-Cup. Ich denke, dort kann auch ein starkes Resultat möglich sein." Nach Aragon warten die drei Überseerennen in Malaysia, Australien und Japan. Für Öttl eine komplett neue Erfahrung. "In Amerika hat mein Aufwärmprozess noch nicht ganz so funktioniert wie hier in Europa. Deswegen werde ich noch mit meinem Trainer darüber reden, damit ich dann dementsprechend fit bin."

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