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Philipp Öttl kämpfte in Mugello in einer großen Verfolgergruppe © FGlaenzel

Philipp Öttl erzielt in Mugello sein bestes Saisonergebnis und sammelt WM-Punkte - Vor allem im Training sieht der Deutsche noch Steigerungspotenzial

Nach seinem schwierigen Saisonstart ist Nachwuchstalent Philipp Öttl konstant in den WM-Punkten angekommen. Nach zwei 15. Plätzen fuhr der Deutsche in Mugello als 13. ins Ziel. Das war auch sein bestes Ergebnis in dieser Saison. "Mein Start war gut. Ich bin dann aber in der zweiten Runde in Kurve sieben abgedrängt worden. Dadurch war ich nur 27. und musste meine Gruppe erst wieder erreichen", berichtet Öttl bei 'Motorsport-Total.com' seinen Grand Prix. "Ich habe gekämpft, damit ich noch den letzten Punkt bekomme."

"Dann sind vorne einige Fahrer gestürzt, aber Vazquez ist von hinten gekommen. Das war aber mein Glück, denn er hat mich gezogen. Somit habe ich den 13. Platz gerettet." Öttl befand sich in einer großen Verfolgergruppe, in der viel gekämpft wurde. "Der Rennspeed war nicht hoch. Es war aber auch schwierig, vorbeizukommen. Das war das Problem. Schade war, dass ich am Anfang abgedrängt wurde, denn ohne diesem Zwischenfall hätte das Rennen etwas einfacher werden können."

In dieser Gruppe kam es auch zum Duell mit seinem Landsmann Luca Grünwald, der als 16. knapp leer ausging. "Der Luca ist einer, der zu 100 Prozent gefahren ist. Wenn er schneller war, hat er immer Gas gegeben", berichtet Öttl. "Das hat die Gruppe auch etwas auseinandergezogen. Wenn man aber so weit hinten ist, dann ist der Rennspeed nicht hoch. Der Rückstand von 25 Sekunden auf den Sieger ist nicht viel, denn ich hätte gedacht, dass es so um die 50 Sekunden sind."

Im Rennen ist Öttl mit drei Top-15-Ergebnissen wieder auf Kurs. Diesen Trend will er fortsetzen und sich vor allem im Training steigern. "Ich will auf jeden Fall in jedem Rennen in die Punkte fahren. Das war unser Ziel seit Saisonbeginn. Wir werden in dieser Saison sicher noch bessere Resultate einfahren, aber sicher auch schlechtere", schätzt der Deutsche die Situation realistisch ein.

"Es ist normal. Auch wenn es im ersten Jahr am Ende gut war, dann ist es jetzt schwer, weil die Leistungsdichte viel höher ist. Ein zehnter Platz im Vorjahr ist heute ein 15. Platz. Man muss das schon realistisch sehen. Wir bewegen uns auf einem guten Weg. Wenn alles passt, dann können wir auch ganz vorne mitfahren."

Am kommenden Dienstag testet Öttl einen Tag lang in Mugello. Dabei will er mit seiner Crew vor allem das Bremsverhalten verbessern. Anschließend geht es in zwei Wochen in Barcelona weiter. "Ich kenne die Strecke aus der spanischen Meisterschaft und aus dem Vorjahr sehr gut. Es ist eine flüssige Strecke. Ich will versuchen, mich wieder im Training zu steigern. Im Rennen kann ich es, wie ich heute wieder gezeigt habe. Ich muss mich eben im Training steigern."

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