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Alex Marquez hat für Honda den ersten Saisonsieg erobert © Repsol

Alex Marquez gewinnt sein Heimrennen in Barcelona und beschert Honda den ersten Sieg seit 2012 - Jack Miller verteidigt WM-Führung gegen Romano Fenati

Die KTM-Erfolgsserie ist beendet: Honda-Pilot Alex Marquez hat den Grand Prix von Katalonien auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya gewonnen. Für den jüngeren Bruder von MotoGP-Weltmeister Marc war es nach Japan im Vorjahr der zweite WM-Sieg seiner Karriere. Zum ersten Mal seit Mugello im Jahr 2012 gewann ein Motorrad, das nicht von einem KTM-Motor angetrieben wurde. Enea Bastianini (KTM) feierte als Zweiter sein bestes Karriereergebnis. Efren Vazquez (Honda) vom Racing-Team-Germany komplettierte als Dritter das Podest.

An der Spitze zeigte Marquez eine dominante Vorstellung und feierte einen Start-Ziel-Sieg. Beim Start übernahm der Spanier von der Pole-Position aus die Führung, baute sich ein Polster von rund drei Sekunden auf und verwaltete diesen Vorsprung bis ins Ziel. "Es war unglaublich. Am Ende habe ich versucht, in jeder Runde und jeder Kurve mein Bestes zu geben", sagt Marquez zu seiner Vorstellung. "Ich hatte einen guten Start und wollte mich von der anderen Gruppe absetzen. Das habe ich geschafft."

"Das Rennen war sehr lang und ich gab in jeder Runde mein Bestes. Am Ende holte ich meinen ersten Heimsieg und den zweiten in meiner Karriere. Ich bin sehr glücklich, vielen Dank an all die Fans." Hinter Marquez kämpfte eine große Verfolgergruppe um die weiteren Positionen. In einer turbulenten Schlussrunde setzte sich Bastianini durch und eroberte mit Platz zwei sein mit Abstand bestes Ergebnis.

Bastianini stieg vom Rookies-Cup auf und fährt seine erste WM-Saison. "Ich bin sehr, sehr glücklich, denn das ist mein erstes Podium. Es ist unglaublich. In der letzten Runde machte Ajo einen Fehler und ich zog vorbei. Jetzt habe ein Podium", jubelt der 16-jährige Italiener. Auf Platz drei stand ein Routinier auf dem Podest.

Vazquez eroberte für das Racing-Team-Germany den vierten Podestplatz in dieser Saison. "Es war während des Rennens sehr, sehr schwierig für mich. Gestern hatten wir Probleme mit der Elektronik und fuhren nur drei Runden. Danach hatte ich keinen guten Rhythmus für das Rennen", kommentiert der Spanier. "Ich pushte in jeder Runde, aber am Ende bekamen wir Probleme mit Vorder- und Hinterreifen. Es war ziemlich rutschig, aber ich gab in jeder Runde mein Bestes. Letztendlich hatten wir etwas Glück und holten den dritten Platz."

Zunächst sah es lange danach aus, dass Romano Fenati (KTM) von Startplatz 16 den Sprung auf das Podest schaffen kann. Im Kampf der letzten Runde verlor der Italiener aber noch mehrere Positionen und die virtuelle WM-Führung. Dafür machte Jack Miller (KTM) auf den letzten Kilometern noch Plätze gut und verteidigte als Vierter die WM-Spitze. Da Fenati schließlich dahinter als Fünfter über die Linie fuhr, wuchs sein Rückstand auf sieben Punkte an.

Deutsche holen keine WM-Punkte

Brad Binder (Mahindra) und Isaac Vinales (KTM) wurden am Ende der Verfolgergruppe Sechster und Siebter. Niklas Ajo (Husqvarna) kam im Scharmützel der letzten Runde in die Wiese, verhinderte aber einen Sturz und belegte Platz acht. John McPhee (Honda), der zweite Fahrer des Racing-Team-Germany, setzte sich in der nächsten großen Gruppe durch und eroberte Rang neun.

Dahinter folgten Francesco Bagnaia (KTM), Alexis Masbou (Honda), Miguel Oliveira (Mahindra) und Alessandro Tonucci (Mahindra). Karel Hanika und Jakub Kornfeil (beide KTM) sammelten die letzten WM-Punkte. Die beiden Deutschen im Feld gingen leer aus: Philipp Öttl (Kalex-KTM) wurde 19. und Luca Grünwald (Kalex-KTM) 20.

Pech hatte Alex Rins. Er schied in der dritten Runde mit einem technischen Defekt an seiner Honda aus. Der Spanier konnte die Gänge nicht mehr wechseln. Bereits im Qualifying hatte sich Rins bei einem Sturz kleine Frakturen im linken Fuß zugezogen. Für Maria Herrera (Honda) endete ihr zweiter Wildcard-Start schon früh. Die Spaniern stürzte und war in einen Unfall mit Hafiq Azmi verwickelt. Der nächste Grand Prix findet am 28. Juni in den Niederlanden (Assen) statt.

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