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Romano Fenati gewann in italienischen Farben sein Heimrennen in Mugello © FGlaenzel

Valentino Rossi sucht mit seinem neuen Moto3-Team den nächsten italienischen Superstar - Mit Romano Fenati hat der Routinier einen Glückstreffer gelandet

Nach der Pleite bei der Fußball-Weltmeisterschaft liegt der spanische Fußball am Boden. Ganz anders sieht es in der Motorrad-WM aus: Mit Alex Marquez (Moto3), "Tito" Rabat (Moto2) und Marc Marquez (MotoGP) sammelten am vergangenen Wochenende in Barcelona drei Spanier die großen Trophäen ein. Spanien erlebt im Motorrad-Sport derzeit goldene Zeiten, die wahrscheinlich noch lange andauern werden, wenn man an die Talente Aleix und Pol Espargaro, Rabat, Maverick Vinales, Alex Marquez und Alex Rins denkt.

Dagegen ist die große Zeit der Italiener vorbei. Mugello glich vor rund einem Jahrzehnt einem Hexenkessel, als Valentino Rossi, Max Biaggi und Loris Capirossi um den Sieg kämpften. Hinter Superstar Rossi sind die neuen italienischen Talente dünn gesät. Andrea Iannone zeigt in der MotoGP auf, während in der Moto3 eine neue Generation heranwächst. Romano Fenati hat in diesem Jahr schon drei Rennen gewonnen. Dazu kommen Youngster wie Enea Bastianini, Francesco Bagnaia und Niccolo Antonelli.

Rossi hat in dieser Saison sein eigenes Team aus der Taufe gehoben. Der italienische Pay-TV-Sender 'Sky' ist prominenter Hauptsponsor. Fenati hat bisher überzeugt und ist sicher ein Fahrer mit Zukunft. Bagnaia sitzt auf der zweiten KTM. "Unser Ziel ist es, italienischen Fahrern zu helfen. Wir werden auch in Zukunft nur mit italienischen Fahrern arbeiten", wird Rossi von 'Autosport' zitiert. Es soll der neue Rossi und der neue italienische Marquez gefunden werden.

Der neunfache Weltmeister glaubt, dass es in Italien einen Nachfolger für ihn selbst gibt. "Ich glaube, wir haben in Italien viele gute Fahrer, denen wir helfen müssen. Es ist aber nicht einfach, einen weiteren Marc Marquez zu finden. Wir müssen das Beste aus der Situation machen und ich glaube, dass Romano um Siege und die WM kämpfen kann." Das VR46-Team wird von Vittoriano Guareschi geleitet.

Obwohl es ein neuer Rennstall ist und auf das bewährte KTM-Motorrad zurückgreift, kamen die Erfolge sehr schnell. Vor allem Fenati setzte sich bisher in Szene und zeigte in Argentinien mit seinem Manöver in der letzten Kurve seinen Erfolgswillen. Rossi gefallen solche Scharmützel: "Ich bin sehr, sehr stolz und glücklich für das Team. Wir hatten Glück, dass wir Fenati gefunden haben, denn er sorgt für eine fantastische Atmosphäre im Team. Er hat den Unterschied gemacht, denn wir haben schon drei Rennen gewonnen."

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