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KTM-Pilot Jack Miller konzentriert sich momentan ausschließlich auf die Moto3 © FGlaenzel

KTM-Werkspilot Jack Miller ist eine heiße Aktie auf dem Fahrermarkt: Seit einigen Wochen wird spekuliert, wo der Australier ab 2015 fahren wird

Bereits in der Saison 2013 konnte Jack Miller beim Racing Team Germany zeigen, dass er über sehr viel Talent verfügt. Mit der unterlegenen FTR-Honda setzte sich der Australier immer wieder in Szene und empfahl sich für Aki Ajos KTM-Werksteam. Seitdem Miller auf der KTM sitzt, ist er der Mann, den es zu schlagen gilt. Klar, dass sich eine Vielzahl an Teams für die Dienste des charismatischen Ausnahmekönners interessieren.

Im Paddock machen Gerüchte über einen Moto2-Vertrag mit Marc VDS, der bereits im vergangenen Jahr geschlossen wurde, sowie MotoGP-Vorverträge die Runde. "Die Gerüchte über meine Zukunft haben mich überhaupt nicht abgelenkt", stellt Miller energisch klar. Bei der Dutch TT in Assen warf er einen möglichen Sieg weg, als er in Runde zwei in Führung liegend stürzte. Hatte Miller keinen freien Kopf? "Es sind alles Gerüchte, die von außen kommen, nichts davon habe ich in Umlauf gebracht. Mein großes Ziel für diese Saison ist der Gewinn der Moto3-WM. Dieses Ziel verfolge ich seit dem Beginn der Saison."

Um einen klaren Kopf für das Renngeschehen zu haben, hat Miller sein Management an Aki Ajo weitergegeben. "Aki ist mein Manager. Er kümmert sich um diese Angelegenheiten. Im vergangenen Jahr musste ich mich um diese Dinge kümmern, doch seit diesem Jahr macht das Aki für mich", erklärt der KTM-Pilot, der sich nicht von den möglichen Transfer-Gerüchten aus der Ruhe bringen lassen möchte.

"Ich weiß nicht, wann ich weiß, wie es im kommenden Jahr weitergeht. Ich würde die Entscheidung gern am Jahresende treffen. Doch das geht nicht. Aki trifft sich bereits mit einigen Leuten. Ich weiß nicht, wie der Stand ist", schildert Miller, der am liebsten noch ein paar Monate warten würde, bis er sich entscheiden muss, wo er 2015 fährt. "Nach der Sommerpause wissen wir sicher mehr. Ich möchte mich so spät wie möglich entscheiden."

KTM-Motorsportchef Pit Beirer weiß, dass er Miller Ende der Saison ziehen lassen muss. Dass sein Schützling bei einigen Rennen nicht voll bei der Sache war, kann der Ex-Motocrosser gut nachvollziehen: "Man muss bedenken, dass er vor dieser Saison noch nicht einmal auf dem Podium stand. Das muss er alles erst einmal verarbeiten. Er hat nicht viel gedacht und ist einfach gefahren. Das funktionierte", berichtet Beirer im Gespräch mit 'Sport1'. "Doch irgendwann kam der Druck der Meisterschaft hinzu sowie Angebote von anderen Teams. Seit Assen hat er wieder einen klaren Kopf. Er ist mental stark drauf."

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