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Luca Grünwald kämpfte mit übermotivierten Gegnern und Rückenschmerzen © FGlaenzel

Startkollision und Rückenschmerzen bei Luca Grünwald, Sturz von Gabriel Ramos: Kiefer steht nach dem Heimspiel abermals mit leeren Händen da

Auch auf beim Heimrennen auf dem Sachsenring hatte Kiefer kein Glück. Im Rennen zum neunten Lauf der Motorrad-Weltmeisterschaft der Moto3-Klasse überschlugen sich gleich zu Beginn die Ereignisse. Luca Grünwald wurde in der zweiten Runde von einem anderen Fahrer neben die Strecke befördert und Gabriel Ramos fuhr so gut wie das ganze Jahr noch nicht. Am Ende ging das Team aber erneut leer aus und verzeichnete einen Sturz für Gabriel Ramos und einen 19. Platz für Luca Grünwald.

Nachdem Grünwald dem Feld hinterher eilen musste, lagen die Augen bei Kiefer auf Ramos, der von Anfang an sehr starke Zeiten fuhr und sich Position um Position nach vorne kämpfte. Dies ging bis zur zwölften Runde. Gabriel lag auf dem 21. Platz als er leider aus eigenem Verschulden stürzte. Dabei ging der Motor seines Motorrades aus und er konnte das Rennen nicht mehr fortsetzen. "Auf der einen Seite freue ich mich über das Rennen und die Rundenzeiten die ich gefahren bin, aber auf der anderen Seite ärgere ich mich über den Sturz den ich selbst verschuldet habe", sagt Ramos.

"Ich hatte ein tolles Feeling für das Motorrad. Bei meinem Sturz bremste ich vor der Bergaufkurve zehn am tiefsten Punkt der Strecke etwas später und das war dann zu spät. Am Motorrad ging nicht viel kaputt, allerdings war sofort der Motor aus und damit auch mein Rennen zu Ende. Das Rennen selbst hat richtig Spaß gemacht. Es ist schon etwas anderes mit anderen Fahrern um die 20. Position zu kämpfen, als immer hinter dem Feld her zu jagen", so der Venezolaner.

Grünwald hatte sich zu dieser Zeit auch wieder nach vorne gekämpft, musste aber den Schmerzen in seinem Rücken Tribut zollen und rettete sich auf dem 19. Platz ins Ziel. "Der Start war nicht so schlecht, auch wenn die ersten Kurven totales Chaos waren. In der zweiten Runde kam der Scott (Deroue; Anm. d. Red.) viel zu spät an und räumte mich ab", berichtet Grünwald.

"Ich habe es noch geschafft auf dem Motorrad zu bleiben, bin durch den Kies und dann wieder zurück auf die Strecke. Allerdings war es dann ein einsames Rennen. Ab Mitte des Rennens habe ich dann wieder mit dem Rücken Probleme bekommen, das ist hier besonders schlimm, denn das hatte ich in den letzten Rennen gut im Griff. Circa zehn Runden vor Schluss konnte ich mich dann nicht mehr richtig bewegen und habe nur noch geschaut, dass ich es ins Ziel schaffe", so der Waldkraiburger.

"Das war im Endeffekt ein enttäuschendes Wochenende, bis darauf, dass es insbesondere bei Luca bis auf heute sehr, sehr gut verlief und wir uns sicher waren, dass wir heute in die Punkte fahren hätten können", sagt Teammanager Stefan Kiefer. "Das hätte er auch faktisch geschafft, allerdings hat dann in der zweiten Runde Deroue mit Mega-Überschuss den Bryan Schouten und Luca in der ersten Kurve abgeräumt. Luca konnte gerade noch einen Sturz vermeiden, verlor aber dann sehr viel Zeit und fuhr weit hinter dem Feld her."

"Letztendlich wurde er 19. was einfach nur noch Schadensbegrenzung ist. Luca konnte nichts dafür und hatte das Rennen wenigstens noch beendet, das ist sportlich sehr schön. Gabriel ist bis zu seinem Ausfall ein super gutes Rennen mit super Rundenzeiten gefahren. Das sollte er aber auch mal so in den Trainings zeigen", so Kiefer.

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