Die vergebene Chance beim turbulenten Rennen in Japan ist abgehakt, beim Großen Preis von Malaysia will Sandro Cortese endlich Geschichte schreiben: Der Motorrad-Pilot aus Berkheim steht in der Moto3 unmittelbar vor dem Gewinn seines ersten WM-Titels.
"Die Situation ist sehr gut, und ich bin bereit, in Malaysia um den Titel zu kämpfen. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass immer noch drei Rennen zu fahren sind", sagte der 22-Jährige.
Mit 56 Punkten Vorsprung führt Cortese das Klassement vor dem 15. von 17 WM-Läufen an, einzig Maverick Vinales (FTR) und Luis Salom (Kalex/beide Spanien) haben noch Chancen, den KTM-Piloten abzufangen.
Kommt Cortese vor den Spaniern ins Ziel, ist der Titelgewinn perfekt. Unabhängig vom Ergebnis der Konkurrenten reicht ihm ein zweiter Platz, um seinen Vorsprung uneinholbar auszubauen.
Cortese wäre nach Stefan Bradl (Zahling) in der Moto2 im Vorjahr der zweite deutsche Motorrad-Weltmeister in Folge und insgesamt der neunte deutsche Pilot, der einen Titel auf der Straße gewinnt.
Schon beim Großen Preis von Japan in Motegi hatte Cortese auf der letzten Runde geführt und wie der sichere Weltmeister ausgesehen.
Nach einem selbstverschuldeten Sturz wenige Kilometer vor dem Ziel wurde er jedoch lediglich Sechster und leistete sich einen Wutausbruch in Richtung seines Teamkollegen Danny Kent.
Der hatte ihn vor dem Sturz mit einem harten, aber fairen Manöver überholt. "Mein Verhalten tut mir wirklich leid", teilte Cortese mittlerweile mit: "Ich war einfach enttäuscht und habe überreagiert.



