vergrößernverkleinern
Lucio Cecchinello setzt in der Saison 2015 auf seinen Neuzugang Cal Crutchlow © LCR-Honda

LCR-Boss Lucio Cecchinello hat vollstes Vertrauen in Cal Crutchlow und geht davon aus, dass der Brite an die Leistungen aus seiner Tech-3-Zeit anknüpfen wird

Für viele ist es noch immer eine kleine Überraschung, dass LCR in der kommenden Saison ausgerechnet auf Cal Crutchlow setzen wird. Der Brite konnte 2014 bei Ducati nur selten überzeugen und blieb weit hinter den eigenen Erwartungen und Ansprüchen zurück. Doch weil Honda das Vertrauen in Stefan Bradl verloren hatte und der das Team in Richtung Forward verließ, musste sich Teamchef Lucio Cecchinello nach einem neuen Piloten umsehen. Die Wahl fiel schließlich auf Crutchlow.

"Manche Leute wundern sich darüber, dass wir Cal in unserem Team haben, nachdem er in der vergangenen Saison teilweise keine so guten Leistungen erzielen konnte", erklärt Cecchinello im Gespräch mit 'MCN' und ergänzt: "Aber ich mache mir keine Sorgen. Ich glaube, dass ein Fahrer sein Talent oder seine Fähigkeit zu fahren nicht verliert".

"Ein Fahrer kann die Motivation verlieren und ich glaube, wenn er mit der Yamaha schnell sein konnte, ums Podium und um Pole-Positions kämpfen und unglaubliche Überholmanöver gegen Top-Piloten zeigen konnte, dann weiß ich nicht, warum er das nicht wieder schaffen sollte", rechtfertigt der Italiener die Verpflichtung des ehemaligen Tech-3-Piloten. Für das Team von Herve Poncharal hatte Crutchlow 2013 vier Podiumsplätze und zwei Pole-Positions geholt.

Bei Ducati reichte es in der vergangenen Saison lediglich zu einem dritten Platz im Regenrennen in Aragon. "Meiner Meinung nach hängt die fehlende Performance bei Ducati mit fehlender Motivation zusammen", ist sich Cecchinello sicher und vermutet: "Vielleicht fühlte er sich in diesen Momenten auf dem Motorrad nicht gut und dann macht es auch keinen Sinn, zusätzliche Risiken einzugehen."

Crutchlow wird sich 2015 schon wieder an ein neues Motorrad gewöhnen müssen. Nach einer Satelliten-Yamaha (2013) und einer Werks-Ducati (2014) wird er es 2015 mit einer Satelliten-Honda zu tun haben. Damit ist er der aktuell einzige MotoGP-Pilot, der in drei aufeinanderfolgenden Jahren auf Maschinen von allen drei großen Herstellern gesessen hat.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel