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Valentino Rossi scheint die Lösungen für sein Problem endlich gefunden zu haben © Yamaha

Valentino Rossi konnte beim Jerez-Test seine Probleme lösen, Yamaha-Kollege Jorge Lorenzo arbeitete vor allem an seinen Starts und will nun edlich feiern

Die beiden Yamaha-Piloten Valentino Rossi und Jorge Lorenzo haben einen arbeitsreichen Testtag in Jerez hinter sich. Rossi, der den Tag als Zweiter beendete, arbeitete mit seiner Crew daran, die Probleme, die er im Jerez-Rennen hatte, zu lösen. Und tatsächlich konnte er seine Rundenzeiten im Vergleich zum Wochenende verbessern. Der Italiener hatte zwar am Mittag einen Sturz, hat sich dabei aber nicht verletzt, auch nicht an seiner ohnehin schon angeschlagenen Schulter.

"Wir haben unsere Rennabstimmung ein bisschen verbessert und konnten zu mehr Stabilität und Grip finden", berichtet "Doktor" Rossi. "Wir sind also endlich auf den richtigen Weg, auch wenn es für das Rennen jetzt schon zu spät ist! Wir haben auch einen neuen Vorderreifen von Bridgestone getestet, der gut war. Zudem bin ich mit einem leicht modifizierten Motor gefahren, der die Beschleunigung verbessern soll. Der Unterschied ist klein, aber wichtig. Wir wissen aber nochnicht, wann wir ihn im Rennen einsetzen können."

"Meine Rundenzeiten waren schnell und abgesehen von dem kleinen Sturz war es ein guter Tag", bilanziert der Weltmeister. "Ich habe mich einfach ein bisschen zu weit zur Seite gelehnt und dann das Vorderrad verloren. Aber ich war dabei zum Glück nur 65 km/h schnell, von daher war das kein Problem. Jetzt haben wir eine lange Pause und ich möchte mich vollständig erholen, damit ich in Le Mans wieder in voller Stärke antreten kann."

Kollege Lorenzo musste die Feiern zu seinem Sieg gestern noch um einen Tag verschieben, denn auch bei ihm war harte Arbeit angesagt. Er und seine Crew wollten herausfinden, warum er am Rennende immer so viel schneller ist. Dazu muss der Spanier seine Starts verbessern, also machte er heute allein 25 Übungsstarts. Außerdem testete er Neuerungen im Bereich Chassis, Elektronik und Motor. Lorenzo beendete den Tag als Dritter.

"Es war ein interessanter Tag. Wir haben vor allem an den Starts gearbeitet", berichtet Lorenzo. "Die finde ich recht schwierig, denn Kupplung und Beschleunigung sind nicht immer das Beste an unserem Paket. Aber wir haben heute eine Idee davon bekommen, wie wir das verbessern können. Wir haben auch im Bereich Elektronik Neues ausprobiert, einschließlich Traktionskontrolle. Und ich habe neue Chassis-Teile und einen leicht veränderten Motor getestet. Der Unterschied war nicht groß, aber ich habe ihn bemerkt, von daher denke ich, dass die Richtung stimmt."

Nach getaner Arbeit denkt Lorenzo jetzt aber nur noch an eines: "Morgen ist mein Geburtstag und ich freue mich darauf, endlich meinen Sieg feiern zu können!"

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