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Dani Pedrosa ist der WM-Hoffnungsträger des Motorradgiganten Honda © Honda

Dani Pedrosa fährt 2010 die fünfte Saison als Honda-Werksfahrer in der MotoGP - Der Spanier analysiert die Fähigkeiten der bisherigen Maschinen

Dani Pedrosa schlug 2006 wie eine Granate in die MotoGP ein. Platz zwei beim Debütrennen in Jerez. Acht Grands Prix hat der Spanier seither gewonnen, alle auf Honda. Nicht nur die Hubraumverkleinerung auf 800-Kubiktzentimeter haben die Maschinen in diesen Jahren verändert. An den hoch gezüchteten Prototypen wird ständig gearbeitet und gefeilt. Pedrosa wirft einen Blick auf seine bisherigen Arbeitsgeräte.

2006 hatte die RC211V noch einen Hubraum von 990-Kubikzentimetern. Zwei Rennen konnte der Rookie gewinnen und kam in der WM-Endabrechnung auf Platz fünf. Teamkollege Nicky Hayden gewann mit dieser Maschine den bisher letzten Titel für Honda. Pedrosa hat schöne Erinnerungen an das Motorrad: "Seit ich klein war träumte ich davon eine MotoGP-Maschine zu fahren. Das Motorrad war vom ersten Tag sehr gut und lies sich sehr präzise steuern. Ich war oft auf dem Podium und das Team hatte eine großartige Saison."

Im folgenden Jahr kam der Wechsel auf die 800er Motoren. Gegen die Ducati von Casey Stoner war kein Kraut gewachsen, doch Pedrosa hielt Rossi in Schach und wurde Vizeweltmeister. "Wir waren sehr zuversichtlich, aber am Ende der Saison waren wir sehr frustriert", erinnert sich der Spanier. "Wir hatten große Probleme mit den Reifen, aber wir haben aus diesen negativen Erfahrungen viel gelernt. Persönlich habe ich viel über die Technologie und die Abstimmung gelernt."

Wie in den vorangegangenen Jahren gewann Pedrosa auch 2008 zwei Rennen. Beim Valencia-Grand-Prix gab es eine spezielle Lackierung, um das 40-jährige Repsol-Jubiläum im Motorsport zu feiern. "Nach meinem Debütjahr war 2008 meine bisher beste Saison. Ich kämpfte sehr hart und hatte eine großartige erste Saisonhälfte." Im Sommer wurden die Probleme mit den Michelin Reifen immer eklatanter und der Spanier fiel auf WM-Rang drei zurück.

2009 hielt Pedrosa mit dem starken Yamaha-Duo mit, fiel aber meist gegen Rennende zurück und wurde oft ein einsamer Dritter. Die Honda war schwierig zu fahren und bereitete viele Probleme. "Ich würde sagen sie war etwas heimtückisch, da sich dich leicht abwerfen konnte. Auf der Geraden waren wir sehr schnell, aber in den Kurven hatte ich körperlich hart zu kämpfen. Noch dazu war ich verletzt und hatte nicht die Möglichkeit mich zu regenerieren. Gegen Ende der Saison fanden wir aber mehr Konstanz."

Die aktuelle Maschine war in Katar sehr unruhig zu fahren. Die Honda-Techniker hatten das Chassis und die Hinterradschwinge zu weich konstruiert. Für das zweite Rennen in Jerez wurden Verbesserungen entwickelt. Pedrosa sicherte sich die Pole Position und wurde erst in der letzten Runde von Platz eins verdrängt. "Über die letzten Jahre hatten wir gute und schlechte Momente. Wir werden sehen ob ich in dieser Saison die Balance halten und noch bessere Resultate abliefern kann", so Pedrosa.

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