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Kevin Schwantz hält Valentino Rossi für den Dreh- und Angelpunkt im Vertragspoker © Suzuki

Valentino Rossi zu Ducati, Casey Stoner zu Honda: Was hält Ex-Champion Kevin Schwantz von den Wechselgerüchten im Fahrerlager der MotoGP?

Die Rennsaison der MotoGP ist bereits seit einigen Wochen in vollem Gange, doch die "Silly Season" ist ebenfalls bereits weit fortgeschritten: Das Fahrerkarussell im Fahrerlager der "Königsklasse" dreht sich in diesem Jahr sehr früh und überaus schnell. Superstar Valentino Rossi wird ein Wechsel zu Ducati nachgesagt, Casey Stoner soll zu Honda stoßen - und was sagt Kevin Schwantz dazu?

Unsere Kollegen von 'Motor Cycle News' befragten den ehemaligen Motorrad-Weltmeister zu seiner Einschätzung der Lage - und der US-Amerikaner gab bereitwillig Auskunft. Schwantz rechnet nämlich fest damit, dass sich die Wechselsituation früher oder später entspannen wird, weil er Rossi auch weiterhin bei Yamaha sieht: "Ich halte Valentino noch immer für den Platzhirsch schlechthin."

"Yamaha wird sich eher auf seine Seite schlagen als auf die von Lorenzo. Warum, kann ich nicht sagen. Das ist einfach mein Gefühl in dieser Sache", so der 500er-Champion von 1993. Letztendlich müsse sich Yamaha aber wohl die Grundsatzfrage stellen, ob das Team - auch in finanzieller Hinsicht - weiterhin groß genug ist, um zwei MotoGP-Kaliber wie Rossi und Lorenzo zu unterhalten.

Falls nicht, könnte sich einer der beiden in Richtung Ducati verabschieden - denn dort könnte sich Stoner nach dieser Saison verabschieden. "Casey muss verstehen, ob ihm Ducati etwas bieten kann, was ihm zum Bleiben verleiten könnte", sagt Schwantz. "Oder will er sich nach etwas anderem umschauen? Ich denke, Honda sieht sich nach Antworten zu ihren Fragen um", so der Ex-Fahrer.

"Vielleicht ist ein Wechsel des Führungsfahrers genau das, was sie brauchen. Ob das nun aber ein Casey, ein Jorge oder ein Nicky sein könnte, weiß ich nicht", gibt der ehemalige Motorrad-Star zu Protokoll. "Nicky hat sich auf der Honda in der Vergangenheit jedenfalls sehr gut verkauft und vielleicht wäre das eine mögliche Andockstation für ihn" - zumal Honda aktuell zu stagnieren scheint.

"Dani ist schon lange bei Honda und das Bike wurde nach seinen Wünschen konstruiert. Dennoch kämpft dieses Gespann darum, Ergebnisse einzufahren", analysiert Schwantz die Situation beim japanischen Werksrennstall. Auch der US-Amerikaner wunder sich: "Man hat mich kürzlich gefragt, was bei Honda los ist, denn eine solche Durststrecke hat man bei ihnen noch nie beobachtet.

"Ich bin überzeugt davon: Das fragen sich auch die Verantwortlichen", so der frühere Motorrad-Champion. "Dani ist ein fähiger Rennfahrer, aber im Team scheint es eine gewisse Unsicherheit darüber zu geben, welche Richtung einzuschlagen ist. Zwei unterschiedliche Wege zu beschreiten kann ziemlich heftig sein", meint Schwantz abschließend. Fortsetzung folgt...

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