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Wer soll Valentino Rossis Platz in der Yamaha-Box einnehmen? © Yamaha

Da die beiden offiziellen Yamaha-Testfahrer offenbar nicht in Frage kommen, laufen die Diskussionen über einen Rossi-Ersatz weiter

Yamaha begibt sich offenbar doch ernsthaft auf die Suche nach einem Fahrer, der für den verletzten Valentino Rossi im Werksteam einspringen kann. Zwar hat Rossis Teammanager Davide Brivio mittlerweile in mehreren Interviews betont, dass er am liebsten niemanden an Rossis Stelle sehen möchte, doch nun scheint sich die Ansicht durchzusetzen, dass das Werksteam auch während der Abwesenheit des Weltmeisters zwei Motorräder einsetzen sollte, schon allein wegen vertraglicher Verpflichtungen.

"Wir haben zwei Testfahrer, aber sie sind etwas langsam", wird Brivio von der 'Gazzetta dello Sport' zitiert. Den angesprochenen Testpiloten Norihiko Fujiwara und Wataru Yoshikawa dürfte diese Aussage nicht gefallen. "Eine große Lücke zwischen Fahrern zu haben, ist nicht schön. Unglücklicherweise ist es schwierig, auf dem MotoGP-Level einen verfügbaren Fahrer zu finden." Die 'Gazzetta dello Sport' nennt in diesem Zusammenhang Colin Edwards und Cal Crutchlow.

Unterdessen hat sich MotoGP-Arzt Doktor Claudio Costa in die Diskussion darüber eingemischt, wie lange Rossi denn nun ausfallen wird. Die Genesungszeit für die Fraktur betrage vier bis fünf Monate. "Aber ich bin der Rennarzt: Wenn jemand einen unmöglichen Traum hinterherjagen möchte, hilft wohl nur hoffen, dass er wahr wird", so Costa.

Brivio hatte zuletzt ein Comeback Rossis beim Grand Prix von Tschechien im August in Aussicht gestellt, also in rund zwei Monaten. Andererseits findet der Teammanager auch: "Der Titel ist verloren. Also macht es keinen Unterschied, ob er nach drei Rennen oder nach sieben zurückkehrt."

Costa schlägt derweil den Einsatz einer Sauerstoffkammer vor, auch wenn sie Rossi derzeit noch nicht viel bringen würde. "Aber wenn ein Fahrer das Unmögliche probieren will, sollte es getan werden", so Costa, der sarkastisch anfügt. "Ich verlasse nun das Spielfeld. Nun obliegt es der Wissenschaft, ihn zu heilen."

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