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Privatiers wie Marco Melandri bereichern das Starterfeld der MotoGP durchaus © Honda

Keine Motorrad-WM ohne Privatiers: Teamchef Herve Poncharal über die schwierige Lage der MotoGP und die für 2012 angestrebten neuen Regeln

17 Motorräder sind in dieser Rennsaison in der MotoGP am Start - und diese Zahl gedenken die Verantwortlichen der Meisterschaft auch beizubehalten. Doch diese Menge an Bikes ist keineswegs gesichert, wie Tech-3-Teamchef Herve Poncharal gegenüber 'Motor Cycle News' betont - die vielen Privatteams könnten im weiteren Jahresverlauf durchaus in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

"Privatteams sind der Schlüssel zu einer gut gefüllten Startaufstellung", sagt Poncharal und führt seinen Gedanken weiter aus: "Die Frage ist also: Werden alle Privatiers im kommenden Jahr genug Geld haben, um ihre Bikes zu leasen? Weniger als 17 Motorräder dürfen es halt nicht sein. Doch wenn ein Team keine Finanzierung auf die Beine stellen kann, müssen wir eine Lösung finden."

"Die vier aktuell engagierten Hersteller können nicht mehr als 17 Bikes zur Verfügung stellen. Die Saison 2011 könnten wir also mit der gleichen Starterfeld-Besetzung bestreiten. Es kommt auf die Wirtschaftslage an, denn im Moment sieht es ganz danach aus, dass die Werksteams dabei bleiben. Das sind aber nur acht Motorräder", komplettiert Poncharal seine Rechnung für die neue Saison.

Darüber hinaus steht der MotoGP eine Regeländerung ins Haus - 2012 oder sogar schon 2011 sollen die 1.000er-Motoren debütieren. "Da muss man auch ein bisschen Flexibilität zeigen", findet Poncharal, stellt aber klar: "Im kommenden Jahr werden wir definitiv eine 800er Yamaha YZR-M1 fahren. Das hat Yamaha schon beim ersten Saisonrennen in Katar deutlich zum Ausdruck gebracht."

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