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Ab Mitte September herrscht auch am Freitagmorgen wieder Fahrbetrieb © Bridgestone

Das Freie Training am Freitagmorgen soll wieder zurückkehren: Ab Mitte September vier Sessions von jeweils 45 Minuten Länge

Sparzwang siegt über Sicherheit - nach diesem Motto hatte man im vergangenen Jahr in der MotoGP agiert und kurzerhand das Freie Training am Freitagmorgen ersatzlos gestrichen. Einige Monate später ist die wirtschaftliche Gesamtlage wieder besser, die begrenzte Trainingszeit hat nicht mehr viele Freunde. Konsequenz: Ab dem Grand Prix in Aragon Mitte September wird auch wieder am Freitagvormittag gefahren.

Um die zusätzlichen Kosten für die Werke und Privatteams in Grenzen zu halten, werden die einzelnen Sessions kürzer ausfallen, berichten mehrere italiensiche Fachmagazine übereinstimmend. Die Freien Trainings am Freitag und Samstag, sowie das Qualifying sollen auf jeweils 45 Minuten verkürzt werden. Es ergibt sich somit eine Gesamtzeit auf der Strecke von drei Stunden - die gleiche wie bisher.

Vor allem aus Sicht der Rookies und deren Teams ist die Kehrtwende bei den Freien Trainings ein Segen. Den Neulingen bieten sich nicht nur mehr Chancen zum Ausprobieren neuer Setups, sondern auch mehr Zeit für die Datenanalyse nach Erlebnissen auf der Strecke. Nicht zuletzt spielt auch das Thema Sicherheit eine große Rolle bei der Entscheidung.

Vor allem in den vergangenen Wochen hat es immer wieder am Samstagvormittag schwere Stürze gegeben. Der Hauptgrund lag offenbar an den niedrigeren Temperaturen am Morgen. Die Erkenntnisse über Fahrverhalten und Streckenbedingungen lassen sich aktuell von einem warmen Freitagnachmittag kaum auf einen kühlen Samstagmorgen übertragen.

Durch die veränderten Bedingungen im zweiten Freien Training kam so mancher Zweiradartist zu bösen Überraschungen oder gar Verletzungen. Auch Superstar Valentino Rossi wurde bei seinem brutalen Abflug in Mugello von veränderten Gripverhältnissen überrascht. Die Neuregelung gilt für die letzten sechs Rennwochenenden der Saison nicht nur für die MotoGP, sondern auch für die Moto2 und 125er-Klasse.

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