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Loris Capirossi blickt in dieser Saison einer möglichen Bestrafung entgegen © Suzuki

Suzuki-Pilot Loris Capirossi ist schon bei seinem vierten Motor in dieser Saison angelangt, während man bei Honda extrem sparsam ist

Seit diesem Jahr stehen jedem MotoGP-Piloten lediglich sechs Motoren für die gesamte Saison zur Verfügung. Umgerechnet auf die 18 Rennen dieser Saison muss also ein Motor im Durchschnitt mindestens drei Rennwochenenden schadlos überstehen. Allerdings ist das bloß die halbe Wahrheit, schließlich verteilen sich die sechs Motoren auf jeweils zwei Motorräder, da jeder Fahrer noch über eine Ersatzmaschine verfügt. Das bedeutet, dass ein Motor idealerweise sechs Rennwochenenden halten sollte.

Nach den ersten sechs Rennwochenenden dieser Saison zeichnet sich bereits ab, dass Loris Capirossi wohl nicht ohne Bestrafung über die Runden kommen wird. Der Suzuki-Pilot ist bereits bei seinem vierten Aggregat angelangt. Sollte er im Laufe dieser Saison auf einen siebten Motor zurückgreifen müssen, darf er beim darauffolgenden Rennen erst zehn Sekunden nach dem Rennstart aus der Boxengasse losfahren. Schon in der vergangenen Saison war Capirossi der einzige Fahrer, der das Limit von fünf Motoren in den letzten sieben Rennen überzog.

Während alle anderen Fahrer inzwischen planmäßig beim Einsatz ihres dritten Motors angelangt sind, kamen die beiden Honda-Werksfahrer an den ersten sechs Rennwochenenden mit je zwei Aggregaten aus. Dass ein Motor nicht zwangsläufig mit einem großen Knall den Geist aufgeben muss, zeigt übrigens der Defekt, den Nicky Hayden vor kurzem im Training zu verzeichnen hatte.

"Er hat plötzlich an Leistung verloren, also habe ich ihn abgeschaltet und bin zurück zur Box gerollt", so der Ducati-Pilot gegenüber 'GP Week'. Ducati-Teamchef Vittoriano Guareschi betonte allerdings anschließend, dass der schadhafte Motor ohnehin das Ende seiner geplanten Laufzeit erreicht hatte.

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