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Jorge Lorenzo wehrte sämtliche Angriffe ab und sicherte sich die Pole-Position © Yamaha

Jorge Lorenzo wird seiner Favoritenrolle gerecht und holt sich die Pole-Position in Barcelona - Casey Stoner und Randy de Puniet in Startreihe eins

Jorge Lorenzo hat die Qualifikation zum Grand Prix von Katalonien gewonnen und startet im Rennen am Sonntagnachmittag von der Pole-Position. Der Yamaha-Pilot war in seiner schnellsten Runde (1:42,046 Minuten) über drei Zehntelsekunden schneller als der zweitplatzierte Casey Stoner (1:42,410). Randy de Puniet schnappte sich den letzten verbliebenen Platz in der ersten Startreihe und war damit schnellster Honda-Pilot am Samstagnachmittag (1:42,512).

In der zweiten Startreihe steckt Ben Spies auf Rang fünf (1:42,710) im Honda-Sandwich. Dani Pedrosa schaffte es bei seinem Heimrennen als Vierter (1:42,592) nämlich nicht in die erste Startreihe, Teamkollege Andrea Dovizioso rettete sich als Sechster (1:42,866) gerade noch so eben in die zweite Reihe.

Die erste Hälfte der einstündigen Qualifikation verlief äußerst unspektakulär. Bei 35 Grad Celsius Luft- und 54 Grad Asphalttemperatur tasteten sich die 17 Teilnehmer zunächst relativ vorsichtig ans Limit heran. Lediglich Marco Melandri musste nach neun Minuten einmal einen Umweg durchs Kiesbett nehmen, als er in Kurve vier zu weit nach außen abkam.

Nach etwa 24 Minuten hatten de Puniet und Héctor Barberá ein kleines Tête-à-tête, als sie sich im schnellen Streckenteil vor Start-Ziel gegenseitig behinderten. Doch der Franzose zeigte sich davon unbeeindruckt und setzte nur eine Runde später die bis dahin schnellste Rundenzeit des Wochenendes.

Spannende Schlussphase

Zehn Minuten vor Ende des Trainings begannen die Spitzenpiloten dann ihre ernsthaften Angriffe auf die Pole-Position. Plötzlich purzelten die Rundenzeiten nach unten. Stoner schien in dieser Phase aber große Probleme mit seinem Vorderrad zu beklagen. Der Ducati-Pilot gab seinen Mechanikern und Ingenieuren in der Box per Handzeichen zu verstehen, dass er mit dem Einlenkverhalten seiner Desmosedici überhaupt nicht zufrieden war.

Doch nach einem Reifenwechsel schien es für den Australier plötzlich zu passen. Drei Minuten vor dem Ende des Qualifyings gelang Stoner eine neue Bestzeit. Allerdings hatte diese nur für knapp 30 Sekunden Bestand. Dann konterte Lorenzo, der diese Zeit sogar noch ein weiteres Mal verbessern konnte.

Suzuki deutlich besser als zuletzt

Überraschend stark zeigten sich die beiden Suzuki-Fahrer. Die Hellblauen waren an den vergangenen beiden Rennwochenenden noch ausschließlich am Ende des Zeitentableaus zu finden. Doch am Samstagnachmittag fuhr Loris Capirossi auf den siebten und Álvaro Bautista auf den zehnten Rang.

Die beiden erfahrenen US-Amerikaner Colin Edwards und Nicky Hayden erlebten dagegen einen enttäuschenden Nachmittag. Beide Piloten standen jeweils deutlich im Schatten ihrer Teamkollegen. Edwards musste sich schlussendlich mit Rang elf begnügen, für Hayden reichte es bloß zum zwölften Startplatz. Im Wettstreit der beiden japanischen Testpiloten setzte sich erneut Kousuke Akiyoshi gegenüber Wataru Yoshikawa durch. Beide sind allerdings erst am Ende des Feldes zu finden.

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