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Trotz rossi-Rückkehr: Jorge Lorenzo kann nach drei Siegen in Serie gut lachen © Bridgestone

Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa und Casey Stoner über ihre Chancen am Sachsenring - Alex de Angelis sieht große Chance als Aoyama-Vertreter

Auch wenn Valentino Rossi am Sachsenring sein schnelles Comeback in der MotoGP feiern wird, so kommt der Italiener wohl kaum für den Sieg im Grand Prix von Deutschland in Betracht. Um die Krone dürfte Jorge Lorenzo kämpfen, der nach drei Siegen in Folge mit viel Selbstbewusstsein auftrumpfen kann. "Bisher konnte ich hier nie gewinnen. Im vergangenen Jahr war ich hier guter Zweiter, lag direkt hinter Valentino. Damals kannte ich die Reifen noch nicht so gut. Die Situation ist in diesem Jahr natürlich ganz anders. Das Bike und Reifen sind mir vertraut", sagt der Spanier.

"Ich bin jetzt in der Lage, mich auf dem Bike wohlzufühlen und jedes Rennen zu genießen. Ich kann hier ganz ohne Druck an den Start gehen", sagt Lorenzo und präsentiert sich der Konkurrenz damit betont locker. "Die Strecke ist schwierig. Wir fahren hier viele Runden. Die Gesamtdistanz ist die gleiche, aber es werden anstrengende Runden. Laguna Seca ist so ähnlich, viele kurze Runden. Die kommenden Rennen werden nun also etwas anders. Aber wir geben unser Bestes."

Härtester Konkurrent des in der WM führenden Lorenzo dürfte wohl dessen Landsmann Dani Pedrosa werden. "Die letzten Rennen waren gut und diese Strecke mag ich, ich war hier schon sehr erfolgreich. Ich freue mich also auf das Wochenende", sagt der spanische Honda-Pilot. "Ich hoffe, dass ich für das Rennen ein gutes Setup finden kann. Das wird nicht ganz einfach, aber ich wünsche mir einfach, dass ich am Sonntag einen guten Speed habe."

Nach zwei zweiten Plätzen in Folge möchte Pedrosa endlich zum zweiten Saisonsieg fahren und somit den Anschluss in der Gesamtwertung wieder herstellen. "Ich versuche es immer. Auch hier werde ich es versuchen", so die Honda-Speerspitze. "Auf dieser Strecke war ich in der Vergangenheit oft gut unterwegs. Wir werden versuchen, mitkämpfen zu können", sagt Pedrosa. Bei Honda setzt man ab 2011 allerdings auf Casey Stoner. "Es freut mich für ihn", sagt der Spanier kurz und bündig.

Der Australier musste unterdessen seinen Wechsel von Ducati zu Honda erklären. "Ich habe eine Weile für diese Entscheidung gebraucht. Das war auch sehr emotional, weil ich eine tolle Zeit mit Ducati hatte und immer noch habe", so Stoner. "Ich habe mich dann aber für eine neue Herausforderung entschieden in der Hoffnung, dass sich neue Horizonte eröffnen. Honda ist ein Hersteller, der schon viele Erfolge gefeiert hat, außerdem bin ich mit einer Honda in die MotoGP aufgestiegen."

"Ich konzentriere mich nun auf die kommenden Rennen mit Ducati, bin aber auch gespannt, was die Zukunft bringen wird", sagt der Australier, der in diesem Jahr noch keinen einzigen Sieg verbuchen konnte. Der anstehende Wechsel soll auf seine weiteren Ducati-Einsätze jedoch keinen Einfluss haben. "Was abseits der Strecke entschieden wird, hat mit meinen Leistungen auf der Strecke nichts zu tun", sagt Stoner, der sich mit Erfolgen von den Italienern verabschieden möchte.

Während der Pressekonferenz am Donnerstag saß Alex de Angelis angesichts der großen Stars und dem überraschenden Comeback von Rossi etwas am Rande. "Es ist eine große Chance für mich. Danke an das Team und an Honda", sagt der Aoyama-Vertreter. "Ich werde mein Bestes geben, um nicht Letzter zu werden. Aber das wird nicht ganz einfach."

"Natürlich ist es gut, dass es ausgerechnet mit Honda ist, mit denen ich schon einige Jahre in der MotoGP verbracht habe", sagt de Angelis, aber verweist auch auf potenzielle Probleme. "Die verwenden jetzt Öhlins und es ist einiges am Bike anders. Ich muss viele Dinge lernen. Auch das Team muss ich zuerst kennenlernen. Das wird nicht einfach, aber auf dieser Strecke geht das vielleicht am besten, denn es ist meine Lieblingsstrecke."

De Angelis will die Interwetten-Chance nicht nur am Sachsenring nutzen, sondern sich nachhaltig für eine Rückkehr in die Königsklasse empfehlen. Auch wenn er wieder ins zweite Glied zurückkehren muss, wenn der japanische 250er-Champion wieder fit ist: "Dann gehe ich wieder zu meinem Scot-Team zurück in die Moto2. Immerhin habe ich einen Vertrag mit der Mannschaft. Aber natürlich ist es mein Ziel, ab 2011 wieder in der MotoGP zu fahren."

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